„Alles aus Erde, Lehm und Ton“ im Kunsthaus Kannen
Geschöpfe mit Charakter

Münster -

Ursprünglicher kann wohl kaum ein Material für den Menschen sein: Im Hebräischen bedeutet „Adamah“ Erde und „Adam“ Mensch. Das Kunsthaus Kannen zeigt bis Ende September „Alles aus Erde, Lehm und Ton“ mit sieben Künstlerinnen und Künstlern.

Dienstag, 30.07.2019, 22:34 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 23:20 Uhr
Ein Schelm drinnen, ein Schelm draußen – das Kunsthaus Kannen lädt zur Ausstellung „Alles aus Erde, Lehm und Ton“ – Mitmachaktion inklusive. Foto: Gerhard H. Kock

Ursprünglicher kann wohl kaum ein Material für den Menschen sein: Im Hebräischen bedeutet „Adamah“ Erde und „Adam“ Mensch. Das Kunsthaus Kannen zeigt bis Ende September „Alles aus Erde, Lehm und Ton“ mit sieben Künstlerinnen und Künstlern. Und zudem kann sich jeder Besucher als Schöpfer versuchen. Vor der Galerie sind bereits viele ungewöhnliche Gebäude in „Stadt im Sand“ und zahlreiche „kreative Köpfe“ zu sehen.

„Alles aus Erde, Lehm und Ton“ im Kunsthaus Kannen

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  • Helmut Licznierski

    Helmut Licznierski

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Licznierski

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Licznierski

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Licznierski

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Licznierski

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nicole Szlachetka

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Katharina Bendel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Schrameyer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Helmut Schrameyer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Paul Berger

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Paul Berger

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Paul Berger

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Pokale von Hubertus Roerkohl

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Vasen von Roger Röggener

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

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  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

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  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Kreative Köpfe"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Die Stadt im Sand"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Die Stadt im Sand"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mitmachaktion "Die Stadt im Sand"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gerd Robben

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gerd Robben

    Foto: Gerhard H. Kock

Köpfe sind ebenfalls das Thema von Nicole Szlachetka: aufwendige Köpfe und Büsten, Typen und Charakterstudien. Meist humorvoll, stets ungewöhnlich beschäftigen sich die Skulpturen mit Wortspielen wie dem Frosch im Hals, der hier grün, keck und fröhlich den Betrachter anblickt, oder Schmetterlinge im Bauch, die bei Szlachetka aus dem Hintern kommen. Und alle Tassen sind natürlich auch nicht im Schrank.

Katharina Bendel scheint Scherben zu zeigen. Ihre Objekte könnten archaische Fossilien oder archäologische Funde oder angespültes Strandgut, aber auch Modeschmuck sein. Schließlich glasiert die Münsteranerin ihre Stücke in leuchtenden Farben.

Paul Berger formt in Serie Figuren, vergessene, zusammengesackte Stoff-Kuscheltiere vielleicht. Manchmal findet sich eine Art Teller zwischen den Beinen. Flächig arrangiert verströmen die über hundert Figuren vor allem eines: Erwartung oder Hoffnung.

Wiederholung ist auch das Thema bei Helmut Licznierski. Er gliedert und schichtet Ton zu geheimnisvollen Turmbauten, die sich fast lebendig zu winden scheinen und denen der Betrachter kaum trauen mag, weil einige von ihnen ob der Materialmasse in sich zusammensacken müssten. Ein Turmbau zu Babel dräut. Das Geheimnis der überlebensgroßen Türme: ein hoher Schamottanteil, in verschiedenen Schichten gebrannt, ermöglicht Stabilität.

Hubertus Roerkohl ist Fußballfan, trägt täglich Trikot. Kein Wunder, dass er den Ton zu einem Gefäß auftürmt und mit einer Kugel krönt. Diese triumphalen Objekte schillern metallisch, es sind „Pokale“, die in ihrer potenziellen Zerbrechlichkeit zugleich an die Flüchtigkeit von Siegen erinnern.

Helmut Schrameyer bietet Lehm in industrieller Ästhetik: Er hat „Würstchen“ in Masse hergestellt – seriell, aber ein jedes einzigartig, dabei höchst zerbrechlich. Auch seine robusten „Taler“ gibt es haufenweise. Diese „römischen Münzen“ zieren grinsige Gesichter.

Beim Arbeiten mit Lehm auf der Drehscheibe sind die Finger in der Regel waagerecht. Die Vasen von Roger Röggener zeigen deutlich senkrechte Fingerspuren. Statt glatt und glänzend wirken   seine Objekte rau und ruppig – wie manche Menschen echte Individualisten.

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Die Ausstellung ist bis zum 29. September im Kunsthaus Kannen, Alexianerweg 9, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Es darf und kann selbst getöpfert werden.

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