Auch Tiere leiden unter der Hitze
Landwirte setzen auf Ventilatoren und Wasserdüsen

Münster -

Es ist heiß. Da geht es nicht nur uns Menschen so, sondern auch die Tiere in der Landwirtschaft empfinden ähnlich. Die Landwirte lassen sich deshalb einiges einfallen.

Dienstag, 25.06.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 16:22 Uhr
Offene Ställe sorgen in der Milchviehhaltung für ein frisches Lüftchen, denn für Kühe liegt die optimale Temperatur bei zehn bis 15 Grad, so der Landwirtschaftliche Kreisverband. Foto: Landwirtschaftlicher Kreisverband Münster

Wenn bei Temperaturen um 30 Grad die Menschen unter der Sonne ächzen, geht es den Tieren nicht viel anders. In der Rinderhaltung liegt die optimale Außentemperatur beispielsweise zwischen zehn und fünfzehn Grad, Kühe mögen ein frisches Lüftchen im Stall.

Die Wohlfühltemperatur von Schweinen liegt zwischen 20 und 25 Grad. Während Küken Temperaturen um 36 Grad gut bekommen, sind bei ausgewachsenem Geflügel Temperaturen um 25 Grad optimal. Der Hitzestress wirkt sich bei den Tieren ähnlich aus wie bei Menschen: Sie haben kaum Appetit und sind träge.

Ventilatoren für besseres Raumklima

„In diesen heißen Tagen versuchen wir alles, um den Tieren die Temperaturen so erträglich wie möglich zu machen“, sagt Susanne Schule Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „In den Ställen nutzen Landwirte verschiedene Möglichkeiten, um das Klima für die Tiere zu verbessern. Hier werden zum Beispiel Ventilatoren eingesetzt, die für ein angenehmes Raumklima sorgen. Bewährt haben sich bei hohen Temperaturen vor allem Wasserdüsen, die unter der Decke hängen und die Tiere mit Wasser benebeln“, weiß die Fachfrau.

Diese Technik sorge dafür, dass die Umgebungstemperatur auf drei bis sechs Grad runtergekühlt wird, wobei für die Tiere keine Erkältungsgefahr besteht.

Bei so hohen Temperaturen gehen wir lieber zwei Mal mehr in den Stall.

Susanne Schulze Bockeloh

„Moderne Technik macht den Landwirt keineswegs überflüssig. Bei so hohen Temperaturen gehen wir lieber zwei Mal mehr in den Stall“, weiß Susanne Schulze Bockeloh. „Ein hohes Fachwissen ist notwendig, um den Anforderungen der Tiere 365 Tage im Jahr gerecht zu werden. Ob Schweine-, Rinder- oder Geflügelhalter – unsere Landwirte sind hierfür bestens ausgebildet. Es hat sich gezeigt, dass gut ausgestattete und gut geführte Ställe mit hohen Standards die Tiergesundheit sichern.“

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