Neu im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Tastmodelle für bessere Orientierung

Münster -

Sehbehinderung und Museumsbesuch: Das muss sich in Zeiten von Inklusion nicht ausschließen. Im LWL-Museum für Kunst und Kultur gibt es zum Beispiel ab sofort Orientierung, was wo zu finden ist, anhand von Tastmodellen.

Montag, 17.06.2019, 12:00 Uhr
Freuen sich über die bessere Orientierung (v.l.): die stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Tanja Pirsig-Marshall, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und die Leiterin der Kunstvermittlung, Ingrid Fisch. Foto: LWL

Im LWL-Museum für Kunst und Kultur am Domplatz unterstützen ab sofort Tastmodelle die Orientierung. Alle drei Ebenen des Museums sind im Eingangsbereich des Foyers dargestellt, wodurch ein Überblick über die Abteilungen des Hauses ermöglicht wird.

In den Obergeschossen stehen an der Treppe und den Aufzügen Tastmodelle mit Acrylglasplatten der jeweiligen Etage, sodass sich die Besucher hierdurch immer wieder im Gebäude verorten können.

Kontrastreiche Grauabstufungen

Die Spezialanfertigung hat das LWL-Museum gemeinsam mit einer Dialoggruppe innerhalb seines Inklusionskonzeptes im Bereich „Sehen“ erarbeitet. Um eine kontrastreiche Darstellung zu bieten, wurden für das dezente Farbkonzept Grauabstufungen getestet.

Die Modelle hat das Museum nach Entwürfen der Gestalter „Space4“ aus Stuttgart realisieren lassen, die auch die neue Sammlungspräsentation bis 2014 begleitet haben. Entsprechend gut fügen sich die Modelle nun in das Museumsambiente ein.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: „Wie bei allem, was wir an inklusiven Ansätzen für das Museum umgesetzt haben, profitieren alle Besucher. Blinde und seheingeschränkte wie auch sehende Menschen können ihren Besuch im Museum, das allein 51 Sammlungsräume hat, nun besser vor Ort planen.“

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