Neuer Generalprinzmarschall
„Korpsgeist wieder aufleben lassen“

Münster -

Der neue Chef der Prinzengarde, Paul Middendorf, will die Zusammenarbeit mit den Gesellschaften intensivieren und den Freundeskreis der Ex-Prinzen ein besseres Image verleihen.

Samstag, 25.05.2019, 16:00 Uhr
Paul Middendorf (56), Handwerksmeister aus Amelsbüren und Prinz Karneval 2015, ist neuer Generalprinzmarschall. Foto: hpe

Er will „den Korpsgeist im Freundeskreis wieder aufleben lassen“ und „die unterschiedlichen Charaktere zusammenbringen“: Paul Middendorf, frisch gewählter Chef der Prinzengarde, möchte in seinem ersten Amtsjahr vorrangig das Image der närrischen Gemeinschaft aufpolieren. „Die Außendarstellung passt nicht mehr in die heutige Zeit. Wir müssen digital unterwegs sein, um junge Menschen und so den dringend notwendigen Nachwuchs für unser schönes Brauchtum auch zu erreichen“, so der 56-jährige Amelsbürener Handwerksmeister, der im münsterischen Karneval als bodenständig, verlässlich und zukunftsorientiert gilt.

Die Auftritte der Garde bei den Gesellschaften sollen künftig wieder als „echte Bereicherung und Höhepunkte des Abends“ wahrgenommen werden. Dazu gehöre auch, eine Brücke zur Jugendprinzengarde zu schlagen, um „gemeinsam erfolgreich sein zu können“.

Ein Herz für Karneval 

Middendorfs Sohn Jost (17) ist in der kommenden Session Stadtjugendprinz, Ehefrau Simone war mal bei den Amelsbürener Emmerbachgeistern Lady Carneval. Middendorf: „Vorrang haben Beruf und Familie. Karneval ist für mich und meine Familie ein Ehrenamt, das auch Spaß machen soll. Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Künftige Prinzenanwärter sollten in erster Linie ein Herz für den Karneval haben und sich nicht über den Geldbeutel definieren müssen. Durch Sponsoring soll es einem größeren Kreis ermöglicht werden, Narrenoberhaupt sein zu können. Die bislang nicht immer ungetrübte Zusammenarbeit mit dem Bürgerausschuss Münsterscher Karneval soll auf eine solidere und vertrauensvolle Basis gestellt werden.

Ein Garant dafür ist Middendorfs neuer Hofmarschall und Bürgerausschuss-Vize Robert Erpenstein. Middendorf will auch die „Wertschätzung gegenüber den älteren Gardisten“ herausstellen und sieht sich selbst ehe als Strippenzieher im Hintergrund. „Vorn muss der Prinz stehen, nicht der Geprima“, so Middendorf.

„Einen vernünftigen Prinzen finden“

Vor zwei Jahren war in der Garde verabredet worden, dass Middendorf den Amtsinhaber Bernard Homann als Generalprinzmarschall ablösen sollte. Bei der Versammlung am Dienstagabend wurde dann überraschend auch der ehemalige Freudenthal-Chef, bisherige Planungsmarschall und Event-Manager Thomas Straßburg von Ex-Prinz Ulf Imort vorgeschlagen, der seinerseits Hofmarschall werden wollte. Weil diese Kombination aber in der Schar der Gardisten auf wenig Begeisterung stieß, trat Straßburg erst gar nicht an.

Middendorf will nun „schnell einen vernünftigen Prinzen finden“, erste Gespräche sollen schon in den nächsten Tagen stattfinden.

Der Rosenmontagszug 2019 - Blick vom Rathaus-Balkon

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