GdP begrüßt Neubaupläne des Polizei
Ja zum Hafenviertel – Kritik an Lewe

Münster -

Die Gewerkschaft der Polizei hat sich in einer Pressemitteilung positiv zu den Plänen für ein neues Polizeipräsidium in Münster geäußert. Vor allem bestehe in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, aus vielen kleinen, veralteten Standorten einen großen, modernen zu machen.

Montag, 13.05.2019, 08:00 Uhr
 Das Polizeipräsidium am Friesenring. Foto: Matthias Ahlke

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt die Neubaupläne des Polizeipräsidiums Münster [MZ+] und mahnt in diesem Zusammenhang eine zentrale Lage des Neubaus an.

Alexander Koch, stellvertretender Vorsitzender der GdP Münster, moniert die Arbeitsbedingungen, unter denen seine Kollegen arbeiten. „Die Raumsituation hat die Grenze des Zumutbaren schon längst überschritten.“ Die meisten Liegenschaften der Polizei seien veraltet. Auch Umbauten könnten nichts daran ändern, „dass die technische Entwicklung und der Raumbestand nicht mehr zueinander passen“.

Leitstelle in Münster „viel zu klein“ 

Als Beispiel nennt die GdP die Leitstelle des Präsidiums. „Diese ist viel zu klein.“ Besonders prekär sei auch die Unterbringung der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle am Friesenring, die „nur noch begrenzt an die Bedarfe moderner Analysetechnik angepasst werden kann“.

Zwei Aspekte sind der GdP bei der Neubauplanung wichtig: Zum einen sei eine zentrale Lage wichtig. „Zum anderen muss das Gelände so groß sein, dass wir alle Teile der Polizei Münster unter ein Dach bekommen.“

Arnd Breitkopf, Geschäftsführer der GdP, erklärt dazu: „Der Flickenteppich aus vielen Gebäuden entspricht nicht den Anforderungen an eine moderne Behörde.“

Absage von Lewe „nahezu grotesk“

Positiv äußert sich die Gewerkschaft zu der Möglichkeit, den Neubau am Hafen zu realisieren. Hier böten sich „viele Möglichkeiten und Chancen für die Polizei und für den Bürger“.

Wie aus der GdP-Pressemitteilung hervorgeht, soll sich Münster Oberbürgermeister Markus Lewe negativ über das Ansinnen der Polizei geäußert haben. Da die Stadtverwaltung selbst am Hafen bauen wolle, sei die „von OB Lewe erteilte Absage an einen Neubau eines Präsidiums in diesem Viertel nahezu grotesk.“ In einem Facebook-Eintrag unterstützt Lewe die Polizei bei ihrem Wunsch nach einem Neubau, geht aber nicht auf die Frage nach dem Hafenviertel ein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6607461?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Dach des Schwimmbades im Regenbogencamp in Brand geraten
Das Dach brannte in voller Ausdehnung. Kilometerweit war die hohe, schwarze Rauchsäule über Leeden zu sehen.
Nachrichten-Ticker