Studie zum Durchschnittseinkommen
Münster liegt vor Osnabrück und hinter Bielefeld

Münster -

Wie groß ist das verfügbare Einkommen der Münsteraner? Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat es ermittelt - und nicht nur das.

Mittwoch, 24.04.2019, 16:05 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 17:41 Uhr
Eine neue Studie zum verfügbaren Haushaltseinkommen sorgt für Diskussionen. Foto: dpa

Bei 22.261 Euro lag im Jahr 2016 das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in den privaten Haushalten Münsters. Und ist damit von der Jahrtausendwende bis zu diesem Zeitpunkt real um 3,6 Prozent gestiegen. Bundesweit lag der reale Einkommenszuwachs, das heißt nach Abzug der Preissteigerung, bis zum Jahr 2016 allerdings bei 9,7 Prozent. Das geht aus der neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Dabei nimmt der WSI-Verteilungsmonitor, wie berichtet, die Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder als Grundlage für seine Berechnungen. Als verfügbares Einkommen der privaten Haushalte gilt demnach die Summe, die sie für ihren Konsum verwenden oder sparen können.

Einkommen in Münster überdurchschnittlich

Dass Münster beim prozentualen Anstieg des Durchschnittseinkommens unter dem bundesweiten Schnitt liegt, kann laut Studien-Verfasser Dr. Eric Seils daran liegen, dass das Einkommen in der Stadt ohnehin schon überdurchschnittlich ist. Oder andersherum: „Bei niedrigem Einkommen ist es wahrscheinlicher, dass es ansteigt.“ Auch in den 15 größten Städten der Republik, zu denen Münster jedoch nicht zählt, fielen die realen Einkommenszuwächse seit 2000 unterdurchschnittlich aus.

Blick ins Münsterland

Im Münsterland verfügen die Einwohner des Kreises Coesfeld über das höchste Pro-Kopf-Einkommen (23 009 € ), gefolgt vom Kreis Warendorf mit 22 576 €  und der Stadt Münster mit 22 261 €. Die Kreise Borken und Steinfurt sind mit 21 531  bzw. 21 330  €  pro Kopf die Schlusslichter.

...

Ähnlich verhielt es sich in Münsters großen Nachbarstädten: In Osnabrück betrug das Durchschnittseinkommen pro Kopf 20 445 Euro (plus 5,5 Prozent seit 2000), in Bielefeld 22.659 Euro (+ 7,1 Prozent)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6563424?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Aufklärungsarbeit über politischen Salafismus: Bevor es zu spät ist
Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
Nachrichten-Ticker