Vortragsreihe Alex-Talk
Pflegende Angehörige: Wenn alles zu viel wird

Münster -

Der nächste Alex-Talk dreht sich um das Thema Pflege durch Angehörige. Am 29. April werden unter dem Titel „Manchmal wird mir alles zu viel…“ ausführlich die Belastung pflegender Angehöriger sowie Wege zur Entlastung und Unterstützung für die Familien aufgezeigt.

Mittwoch, 24.04.2019, 15:40 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 15:46 Uhr
Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz kommen oft an ihre eigenen Grenzen. Beim Alex-Talk am 29. April möchten die beiden Alexianer-Expertinnen Wilma Dirksen und Dr. Birgit Leonhard gezielte Hilfen aufzeigen. Foto: Peter Maszlen - stock.adobe.com

Eine Demenzerkrankung trifft immer die ganze Familie: Den älteren Menschen, aber auch seine Angehörigen. Diese große Herausforderung wirft meistens viele Fragen auf: Wie findet man den Weg zu Unterstützung? Was tun, wenn der Betroffene die Hilfe ablehnt? Welches Angebot passt für unsere Familie?

„Für viele Angehörige ist es eine Selbstverständlichkeit oder auch ein Bedürfnis, das erkrankte Familienmitglied selbst zu pflegen oder zu betreuen“, betont Wilma Dirksen, weiß aber auch: „So erfüllend es sein kann, füreinander da zu sein, so schnell kann sich etwa der Ehepartner oder die Tochter dabei in einer Situation wiederfinden, die sie überfordert.“

Familie ist der erste Ansprechpartner

Seit 27 Jahren arbeitet die Soziotherapeutin in der Beratungsstelle des Gerontopsychiatrischen Zentrums, das an der Josefstraße 4 angefangen von Diagnostik, über Tagesklinik, ehrenamtliche Dienste bis hin zur Tagespflege eine Vielzahl an Hilfen unter einem Dach vereint. Zusammen mit ihren Kolleginnen ist sie in der Beratungsstelle für viele Familien oft eine der ersten Ansprechpartnerinnen, wenn es um Unterstützung für die Betroffenen geht.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Birgit Leonhard möchte sie beim nächsten Alex Talk am 29. April unter dem Thema „Manchmal wird mir alles zu viel…“ einmal ausführlich die Belastung pflegender Angehöriger sowie Wege zur Entlastung und Unterstützung für die Familien aufzeigen.

Gutes Versorgungsnetz

„Münster hat ein gutes Versorgungsnetz für Menschen mit Demenz, trotzdem werden die Angebote häufig nicht genutzt“, berichtet Dr. Birgit Leonhard. Und die Theologin und Pflegefachkraft ergänzt: „Manchmal braucht es etwas Geduld und eine behutsame Heranführung, bis der erste Schritt zur Annahme von Hilfe getan ist.“

Hierzu informieren die Expertinnen der Beratungsstelle im Clemens-Wallrath-Haus dann über eine Vielzahl von Möglichkeiten zur eigenen Entlastung: „Das können kleine Alltagshilfen, gezielte Kurse für Angehörige, flexible Betreuungsangebote oder auch gemeinsame Urlaube sein“. Die Alexianer-Expertinnen ermuntern jeden pflegenden Angehörigen dazu, diese Hilfen frühzeitig in Anspruch zu nehmen.

Zum Thema

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, ist zum Alex-Talk am 29. April herzlich eingeladen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche (Bahnhofstr. 6). Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro ab sofort im WN-Ticket-Shop (Prinzipalmarkt 13-14) erhältlich, Kartenreservierungen sind in beschränkter Anzahl auch unter alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der gesamte Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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