Islandpferdetage am Westfälischen Pferdezentrum
Spezialisten in fünf Gangarten

Münster-Sudmühle -

„Islandpferde-Turniere sind immer ein bisschen wie Urlaub“, sagt eine, die es wissen muss: die mehrfache Weltmeisterin Jolly Schrenk. Die Vorzüge dieser Rasse konnten Experten und Interessierte am Wochenende bei den Islandpferdetagen am Westfälischen Pferdezentrum in Sudmühle live erleben.

Montag, 15.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 11:50 Uhr
Andreas Trappe (l.) und sein Schwiegersohn Eric Winkler freuen sich über vorderere Platzierungen bei den Islandpferdetagen in Münster. Foto: Marion Fenner

„Fünf Gänge, wilde lange Mähne, robust, verträglich, ein toller Charakter und obendrein ein perfektes Familienpferd.“ So fasst Rolfpeter Lohmann, Pressesprecher des Islandpferde-Reiter- und Zuchtverbandes Münsterland, seine Begeisterung für die nordische Rasse zusammen. Pferde, die sowohl beim Ausreiten im Gelände als auch auf dem Turnier tolle Partner seien. Fans dieser Rasse trafen sich am Wochenende bei den Islandpferdetagen am Westfälischen Pferdezentrum in Sudmühle.

Bei Turnieren werden die Pferde nach ihrem Gangbild beurteilt. Neben Schritt, Trab und Galopp beherrschen die Isländer noch Tölt und Pass. „Tölt ist eine für den Reiter sehr bequeme Gangart“, erklärt Lohmann. Dabei lasse sich jeder Ausritt einfach nur genießen. Bei Turnierprüfungen werden ausschließlich die Gänge beurteilt. „Für den Sitz und die reiterliche Einwirkung gibt es keine Noten“, sagt Lohmann.

Stolz waren die Veranstalter, dass auch sehr prominente Reiter am Start waren. Neben den Lokalmatadoren Lena und Andreas Trappe sowie Eric Winkler aus Altenberge war auch die mehrfache Weltmeisterin Jolly Schrenk aus dem sauerländischen Berlar am Start.

Isländer sind im Umgang immer freundlich und perfekte Pferde.

Jolly Schrenk

Auch sie hat ihr Herz an diese Pferde verloren. Sie liebt die Gehfreude und das Temperament dieser Tiere. „Isländer sind im Umgang immer freundlich und perfekte Pferde für die gesamte Familie“, sagt die Reiterin. „Wenn es aber an die Arbeit geht, sind sie extrem leistungsbereit.“

Einige ihrer jungen Nachwuchspferde hatte Jolly Schrenk mit nach Münster gebracht. „Islandpferde-Turniere sind immer ein bisschen wie Urlaub“, versichert die Reiterin. „Wir kennen uns untereinander, es ist ein richtiges Familientreffen. Wenn dann noch ein paar vordere Platzierungen dabei herauskommen, sei es das i-Tüpfelchen obendrauf, erklärt Schrenk und steckt ihre gerade gewonnenen Medaillen ein.

Die größten Islandpferde haben ein Stockmaß von 1,50 Meter

Während sie ihre Pferde versorgt, starten die jüngsten Reiter. Die zehnjährige Franziska Löw hat mit dem 18-Jährigen Skuggi vom Löwenhof ein erfahrenes Pferd unter dem Sattel. Auch wenn Islandpferde eigentlich eher klein ausfallen – die größten haben ein Stockmaß von etwa 1,50 Meter – wirkt Skuggi recht mächtig unter dem kleinen Mädchen. Doch Franziska stellt ihr Pferd perfekt in den verschiedenen Gangarten vor – und kassiert dafür dann auch eine goldene Schleife.

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