Resolution fordert vom Sportverein Solidarität ein
Münster 08 spielt mit dem Feuer

Münster -

Der Sportverein Münster 08 wehrt sich weiter gegen den geplanten Neubau einer Karatehalle in seiner Nachbarschaft. Damit sind weitere Verzögerungen beim Bau der zweiten städtischen Gesamtschule möglich. Jetzt droht die Stadt dem Verein mit dem Äußersten.

Donnerstag, 14.03.2019, 20:30 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 20:40 Uhr
Münster 08 wehrt sich gegen den Bau einer Ersatzhalle für den Karateverein am Mauritz-Lindenweg. Damit drohen weitere Verzögerungen für den Neubau der zweiten städtischen Gesamtschule.  Foto: Oliver Werner

Verspielt der Sportverein Münster 08 seine eigene Zukunft? Weil sich der Club aus dem Ostviertel mit Händen und Füßen gegen einen Umzug des Karatevereins Shotokan in seine unmittelbare Nachbarschaft am Mauritz-Lindenweg wehrt, scheint die Stadt Münster zum Äußersten entschlossen zu sein.

Kündigung steht im Raum

„Im Falle des Falls werden wir noch weitere Mittel ergreifen können, die über eine Teilkündigung hinausgehen“, erklärte Sportdezernentin Cornelia Wilkens am Donnerstag in der Sitzung des Sportausschusses. Im Klartext: Lässt Münster 08 den Karateverein, der seine Heimat wegen des Neubaus der Mathilde-Anneke-Gesamtschule aufgeben muss, nicht auf die für die Ersatzhalle vorgesehene Fläche, zieht die Stadt eine Kündigung der gesamten an 08 überlassenen Sportfläche dort in Erwägung.

Politik und Sportbund fordern Vereinssolidarität

Denn entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung nach einem Urteil des Oberlandesgerichts in dieser Angelegenheit versucht der Verein weiter, die Karatesportler auszubremsen – zuletzt offenbar durch ein Verbot, die Zuwege am Mauritz-Lindenweg nutzen zu dürfen, die zum vorgesehenen Gelände führen. Die Stadtverwaltung weiß sich in diesem Streit der breiten Unterstützung der Politik und des Stadtsportbundes sicher. In einer beispiellosen Resolution fordern alle Parteien – abgesehen von den Linken – Münster 08 zur „Solidarität innerhalb der Sportvereine“ auf und erinnern an die gesamtstädtische Verantwortung. Man erwarte von 08, dass die Teilkündigung des Überlassungsvertrages, die für den Ersatzbau der Karatehalle vorgenommen wurde, akzeptiert werde, heißt es. Weitere Verzögerungen beim Bau der städtischen Gesamtschule seien weder zeitlich noch finanziell hinnehmbar.

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