Iduna-Hochhaus
Der vernachlässigte Platz

Münster -

Lockere Bodenplatten, Regenpfützen, Asphaltkleckse – der Platz am Iduna-Hochhaus befindet sich in keinem guten Zustand. Und das seit Jahren. Doch geht es nach der Stadt, dann könnte sich schon bald etwas ändern.

Dienstag, 12.02.2019, 07:00 Uhr
In schlechtem Zustand: der Platz am denkmalgeschützten Iduna-Hochhaus. Foto: Oliver Werner

Seit 25 Jahren steht das Iduna-Hochhaus unter Denkmalschutz. Doch der Platz, auf dem es sich befindet, bietet schon seit Langem ein erbärmliches Bild: Die Fläche ist mit Asphaltflicken übersät, bei Regen bilden sich Pfützen, etliche Bodenplatten wackeln. „Der Platz ist nicht nur ein Schandfleck, er ist lebensgefährlich“, ärgert sich Andreas Deilmann.

Der Platz ist nicht nur ein Schandfleck, er ist lebensgefährlich.

Andreas Deilmann (Münsterischer Investor)

Der münsterische Investor hatte das Iduna-Hochhaus samt Pavillon vor vier Jahren gekauft – allerdings nicht den Platz, auf dem das zwischen 1959 und 1961 errichtete Gebäudeensemble steht. Die Fläche gehört der Stadt, die sich bei der Unterhaltung seit geraumer Zeit auf das Nötigste beschränkt. „Aktuell halten wir die Fläche lediglich verkehrssicher“, betont Gerhard Rüller vom städtischen Tiefbauamt. Und das, obwohl auch der Platz denkmalgeschützt ist, wie Marlies Voss von der Unteren Denkmalbehörde ausdrücklich betont.

Der erste Anlauf, den Platz zu sanieren, schlug fehl

Vor drei Jahren hatte die Stadt einen Anlauf für eine Komplettsanierung des Platzes unternommen. Sie stellte – im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des gegenüberliegenden Paul-Gerhardt-Hauses – einen Fördermittelantrag beim Land. Als das Neubauprojekt platzte, war auch der Fördermittelantrag erledigt, und die Stadt beschränkte sich in den folgenden Jahren nur noch auf reine Schadensbegrenzung.

Platz soll nun komplett neu verlegt werden

Damit könnte es allerdings bald vorbei sein. Die Verwaltung befindet sich aktuell in Planungen für den ganz großen Wurf, berichtet Rüller. Der Platz soll nicht nur saniert, sondern komplett neu verlegt werden – mit dem schwarz-weißen Pflaster, das einst der Architekt des Iduna-Hochhauses, Friedrich Wilhelm Krämer, entworfen hatte. Rüller rechnet damit, dass die Baukosten etwa 500.000 Euro betragen werden. Sollte die Politik zustimmen, könnten die Arbeiten 2020 beginnen.

Investor Andreas Deilmann stellte am Montag gegenüber unserer Zeitung in Aussicht, dass er durchaus bereit sei, sich an den Baukosten zu beteiligen. Sein Vorschlag: „Wenn mir die Stadt ihr Wegerecht in der Passage des Pavillons überlässt, dann wäre ich bereit, etwas zuzuschießen.“

Springbrunnen könnten zurückkehren

Im Zuge der großen Sanierung sollen auch die Anfang der 1960er-Jahre errichteten und später abgebauten Springbrunnen zwischen Hochhaus und Pavillon zurückkehren. Aktuell befinden sich hier eingezäunte Blumenbeete.  

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