40 Millionen Euro nur eine "gegriffene Zahl" Preußenstadion: Keine seriöse Kostenschätzung

Münster -

Für den Ausbau des Preußenstadions in Münster gibt es nach Auskunft von CDU und Grünen keine seriöse Kostenschätzung. Das räumten CDU und Grüne am Dienstag ein.

Von Dirk Anger
 
  Foto: Matthias Ahlke

Die jüngst öffentlichkeitswirksam in Aussicht gestellten bis zu 40 Millionen Euro für den Ausbau des Preußenstadions an der Hammer Straße samt Nachwuchsleistungszentrum haben CDU und Grüne am Dienstag relativiert. Wie aus dem gemeinsamen Antrag beider Fraktionen zum Haushalt hervorgeht ist, die Summe für die Entwicklung des Stadions sowie des Geländes um das Stadion vorgesehen.

Auch eine zeitgleich geplante Mobilitätsstation mit dem Bahnhaltepunkt „Münster-Geist“ ist davon umfasst. Dafür sollen aber Fördermittel beim Land beantragt und mit der Bahn zeitnah Gespräche geführt werden. Über eine mögliche Realisierung des Bahnhaltepunkts will man vor der Sommerpause 2019 Auskunft geben.

Politisches Signal setzen

CDU-Fraktionschef Stefan Weber erklärte auf Nachfrage, dass 40 Millionen Euro für das Stadion eine gegriffene Zahl sei. Es sei darum gegangen, ein „politisches Signal“ zu setzen, dass die Stadt mit einem „nennenswerten Betrag“ beim Stadion-Ausbau dabei sei. Eine seriöse Kostenschätzung gebe es noch nicht.

Konkret wollen Schwarz-Grün 2019 sowie im Jahr darauf jeweils zehn Millionen Euro für Ausbau und Modernisierung des Sportparks Berg Fidel in den Haushalt einstellen. Für spätere Jahre sind weitere 20 Millionen vorgesehen. Eine „ligakonforme Refinanzierung“ erwartet Grünen-Fraktionschef Otto Reiners vom Fußball-Drittligisten Preußen Münster. 

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