Sicherheit und Ordnung
Reaktion auf Vandalismus und Einbrüche: Videokameras am Schulzentrum

Münster-Hiltrup -

Die Schäden durch Einbrecher sind im Hiltruper Schulzentrum groß. Immer wieder gibt es Diebstahl und Vandalismus zu beklagen. Eine Videoüberwachung soll Abhilfe schaffen. Die Polizei wurde im Jahr 2017 hundertmal zum Schulzentrum gerufen.

Donnerstag, 15.11.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 15.11.2018, 10:37 Uhr
Die Schäden durch Einbrecher sind im Hiltruper Schulzentrum groß. Immer wieder gibt es Diebstahl und Vandalismus zu beklagen. Eine Videoüberwachung soll Abhilfe schaffen. Die Polizei wurde im Jahr 2017 hundertmal zum Schulzentrum gerufen. Foto: dpa

Es hat Jahre gegeben, in denen selbst die Polizei keinen blassen Schimmer hatte, welche Straftaten im Hiltruper Schulzentrum verübt wurden. Die Statistik gab nichts bis wenig her – was aus Sicht der Polizei damit zusammenhing, dass ihr nicht jeder Einbruch oder jeder Fall von Vandalismus gemeldet wurde.

Das sieht mittlerweile anders aus. Der Leidensdruck speziell der Schulen ist gewachsen. Die angerichteten Schäden sind immens. Jetzt soll die Videoüberwachung kommen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und vor allem die Schulleitung vom Kant-Gymnasium haben sich seit langen Jahren dafür stark gemacht. „Auch andere Schulen in Münster sind scharf darauf“, weiß Schmidt.

Start von Pilotprojekt

Das Pilotprojekt jedoch startet in Hiltrup und Wolbeck. Wobei die umfangreichsten Maßnahmen nach Schmidts Worten in Hiltrup ergriffen werden, „weil hier die Schäden größer gewesen sind“. Nächtliche Einbrüche mit Diebstahl sind längst ein Dauerbrenner. Lässt sich nichts klauen, leben die Einbrecher ihre Zerstörungswut oft umso hemmungsloser aus. „Wir können da nicht länger zusehen“, erklärt der Bezirksbürgermeister.

Inzwischen kursiert eine Statistik der Polizei über ihre Einsätze am Schulzentrum im Kalenderjahr 2017. Es sind noch keine offiziellen Zahlen, schränkt eine Polizeisprecherin ein. Sie bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass es 100 Polizeieinsätze im vergangenen Jahr gab. Bei einem Drittel der Einsätze wurden Strafananzeigen fällig.

„Einbrüche, Diebstähle, Ruhestörungen. Verkehrsunfälle. Wir haben die gesamte Bandbreite. Da gehört alles dazu“, sagt die Sprecherin. Mit Sorge sieht die Polizei die hohe Zahl an Delikten mit Körperverletzungen. Allein zehn derartige Strafanzeigen wurden geschrieben.

Diebstahl von 14 Fernsehern

Eine Zahl allerdings fehlt in der Statistik, die ungemein viel aussagen könnte: Wie oft hat die Polizei die potenziellen Täter an Ort und Stelle angetroffen, wenn sie gerufen wurde? Und wie häufig gelang es jenen, rechtzeitig zu türmen?

Komplett würde das Bild, wenn auch die Einsätze auf dem KvG-Schulgelände und dem Wohnpark Zum Roten Berge 19 (Altes Paterkloster) aufgelistet würden. So gab es am KvG in den Sommerferien einen Einbruch, der die Polizei noch heute vor ein Rätsel stellt. Entwendet wurden 14 Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von zwei Metern. Es fanden sich jedoch keine Einbruchsspuren, wie es in Ermittlerkreisen heißt. „Wir haben bislang auch keinen Hinweis, dass jemand versucht hätte, diese Bildschirme irgendwo zum Kauf anzubieten.“

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