Bestandsaufnahme des Landesfischereiverbandes
Erfolgreiche Fischzählung: „Der Aasee lebt“

Münster -

Drei Monate nach dem großen Fischsterben untersuchen Experten des Landesfischereiverbandes seit dem Morgen die Fischbestände des Gewässers. Die ersten Ergebnisse machen Hoffnung: In den Aasee ist Leben zurückgekehrt.

Dienstag, 13.11.2018, 12:36 Uhr
Experten des Landesfischereiverbandes haben am Dienstagmorgen den Fischbestand des Aasees unter die Lupe genommen Foto: Matthias Ahlke

Experten des Landesfischereiverbandes haben am Dienstagvormittag eine Bestandsaufnahme der Fischbestände im Aasee vorgenommen. Die gute Nachricht nach dem großen Fischsterben im August: „Der Aasee lebt“, so Karl-Heinz Wortmann, Vorsitzender des Angelvereins Frühauf Münster.

Mit einem Boot fuhren Mitarbeiter des Landesfischereiverbandes seit den Morgenstunden insgesamt fünf Mal auf den Aasee. Mit einem Kescher, an dessen Spitze leichte Stromstöße ausgesandt wurden, betäubten sie die Fische in der unmittelbaren Umgebung und fingen sie ein.

Zurück an Land stellten sie fest, dass sich im Aasee auch nach dem Fischsterben eine ganze Reihe von Fischarten wohlzufühlen scheint – vom Barsch über den Hecht bis hin zum Rotauge. Im August waren insgesamt 20 Tonnen tote Fische aus dem Gewässer geborgen worden, nachdem sich die Wasserqualität während wochenlanger Hitze immer mehr verschlechtert hatte.

Zu wenig Raubfische

Einzig Zander wurden am Dienstag nicht gesichtet – was Horst Kröber, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes, mit Enttäuschung zur Kenntnis nahm. Zander sind Raubfische, sie sorgen dafür, den Bestand der Weißfische in Grenzen zu halten, so Kröber. Nach den Untersuchungen wurden die Fische wieder in den Aasee zurückgeworfen.

Eine Aussage über die Menge der im Aasee lebenden Fische konnten die Experten nicht treffen – aber darum sei es auch gar nicht gegangen, so Wortmann. Ziel sei es gewesen zu ermitteln, welche Arten es noch im See gibt.

Aasee-Fische werden gezählt

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  • Fischezählen im Aasee: Fachleute des Landesfischerverbandes Westfalen-Lippe kamen am Dienstag nach Münster.

    Fischezählen im Aasee: Fachleute des Landesfischerverbandes Westfalen-Lippe kamen am Dienstag nach Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Fischbestand des Gewässers sollte nach der Ökokatastrophe im Sommer überprüft werden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An ausgewählten Stellen wurden die Fische dafür kurzzeitig mit leichten Stromstößen aus einem Spezial-Kescher betäubt, so dass sie an die Wasseroberfläche kamen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Fischwirtschaftsmeister Till Seume (im Vordergrund) und Diplom-Biologe Carsten Nolting sammelten die Tiere ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Insgesamt fünf Mal fuhren die Mitarbeiter des Landesfischereiverbandes auf den Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine ganze Reihe von Arten fischten die Experten aus dem Wasser.

    Foto: kal
  • Auch diese Aale schwammen im Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zur Enttäuschung der Fachleute wurden allerdings keine Zander gefunden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Nach den Untersuchungen wurden die Fische wieder in den Aasee zurückgeworfen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Aussage über die Menge der im Aasee lebenden Fische konnten die Experten nicht treffen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es ging vielmehr um eine Prüfung, welche Arten im Aasee noch vorkommen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Vom Barsch über den Hecht bis hin zum Rotauge fühlen sich eine ganze Reihe von Arten offenbar wieder wohl im Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im August waren insgesamt 20 Tonnen tote Fische aus dem Gewässer geborgen worden,...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...nachdem sich die Wasserqualität während wochenlanger Hitze immer mehr verschlechtert hatte.

    Foto: Matthias Ahlke
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