Höhere Standentgelte geplant Der Send wird teurer

Münster -

Die Send-Schausteller müssen sich auf höhere Standentgelte ab dem Jahr 2020 einstellen. Grund sind die steigenden Grundkosten, die sich vor allem auf den kürzeren Sommer-Send auswirken.

Von Ralf Repöhler
Am Sonntag endete der Herbst-Send. Die Bilanz fällt mit 400 000 Besuchern positiv aus.
Am Sonntag endete der Herbst-Send. Die Bilanz fällt mit 400 000 Besuchern positiv aus. Foto: Ahlke

Die jeweils rund 200 Beschicker der drei Send-Veranstaltungen im Jahr müssen sich auf höhere Standgebühren einstellen. Die Entgelte sollen ab dem Jahr 2020 steigen, um den steigenden Grundkosten Rechnung zu tragen, war bei der Schausteller-Versammlung zum Ende des neuntägigen Herbst-Sends zu hören.

Einnahmen rückläufig

„Die Stadt kommt offenbar mit den Einnahmen aus den Standentgelten nicht mehr klar“, sagt Schau­steller-Chef Fritz Heitmann. Sie sollen nach Informationen unserer Zeitung um 15 Prozent rückläufig sein. Wie sich die geplante Er­höhung auf die Preise und damit auf das Portemonnaie der Sendbesucher auswirkt, lässt sich noch nicht sagen.

Die Stadt möchte als Veranstalter der Großkirmes keinen Gewinn machen, gleichwohl soll der Send auch kein Defizit verur­sachen. Der fünftägige Sommer-Send, der im vergangenen Jahr nur 160 Schausteller hatte, ist für sich allein betrachtet bereits defizitär.

Stadtrat entscheidet

Ob sich die Betreiber von Buden und Fahrgeschäften auf höhere Entgelte ein­stellen müssen, entscheidet der Stadtrat im kommenden Jahr. Ordnungsamtsmitarbeiter Johannes Lammers erinnert daran, dass die ­Entgelte seit Jahren nicht ­erhöht worden seien. „Der Send ist nicht defizitär. Aber es zeichnet sich ab, dass wir die Kostenstruktur so nicht halten können“, so Lammers.

Um den Send zu organisieren, gehen die Kosten für die Stadt in die Hunderttausende. Sie mietet den Schlossplatz an, zahlt die Entschädigung für den Wegfall der Parkplätze, muss Verkehrsmaßnahmen und Absperrungen koordinieren. Dazu kommen Personalkosten. „Das sind keine unerheb­lichen Kostenfaktoren“, sagt Lammers.

Sommer-Send ist teuer

Die dicken Positionen fallen vor allem beim kürzeren Sommer-Send ins Gewicht, der bei den Besucherzahlen und auch bei der Anzahl der Schausteller hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Grundkosten sind gleich, die Einnahmen geringer.

Aus dem Rathaus kam der Vorschlag, auf den Sommer-Send zu verzichten. Das lehnt der Schaustellerverband ab. Dessen Vorstand hat nun beschlossen, den Sommer-Send in die Sommerferien zu verlegen, damit Kinder und Jugendliche frei von Schulbelastungen Zeit für einen Bummel haben.

Die Standentgelte berechnen sich nach der Quadratmeterzahl, der Branche und nach den Tagen. Überlegt wird, wie die Wirtschaftlichkeit einzelner Buden und Fahrgeschäfte stärker berücksichtigt werden kann.

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