Finke-Belegschaft ist besorgt 200 Mitarbeiter bangen um Arbeitsplatz

Münster/Paderborn -

Das Einrichtungshaus Finke wird Ende des Jahres von der Krieger-Gruppe, zu der Höffner gehört, übernommen. Bekannt wurde jetzt, dass 2019 der Finke-Hauptsitz in Paderborn geschlossen werden soll. Aber auch die Filialen sollen umstrukturiert werden.

Von Gabriele Hillmoth
Die Filiale in Münster soll erhalten bleiben, ungewiss ist nur, in welcher Größe der Verkauf dort fortgesetzt wird.
Die Filiale in Münster soll erhalten bleiben, ungewiss ist nur, in welcher Größe der Verkauf dort fortgesetzt wird. Foto: Matthias Ahlke

Die Belegschaft von Möbel Finke in Münster ist besorgt. In welchem Umfang ihre Arbeitsplätze bei der Übernahme des Einrichtungshauses durch das Unternehmen Höffner gefährdet sein werden, ist noch unklar. Ende des Jahres soll die Übernahme des Betriebes durch die Krieger-Gruppe, zu der das Möbelunternehmen Höffner gehört, erfolgen. Das Bundeskartellamt habe im Oktober zugestimmt, heißt es.

200 Beschäftigte bangen, 300 bereits betroffen

Während in der münsterischen Filiale in Nienberge unter den rund 200 Beschäftigten große Unsicherheit herrscht, ist bereits jetzt klar, dass der Stammsitz von Finke in Paderborn Mitte des kommenden Jahres geschlossen und abgerissen werden soll.

Medienberichten zufolge sollen davon mehr als 300 Mitarbeiter in Paderborn betroffen sein.

Sanierungsmaßnahmen angekündigt

Die Finke-Filialen Münster, Hamm und Kassel sollen demnach ab dem kommenden Jahr von der Zentral-Verwaltung der Krieger-Gruppe in Berlin geführt werden. Gleichzeitig heißt es, dass auch in den Filialen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig seien, weil Finke zu hohe Kosten verursache.

Mit dem Betriebsrat sollen Sozialpläne erarbeitet und notwendige Anpassungen so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden, so der neue Eigentümer Kurt Krieger in einem Bericht des „Westfalen-Blatts“. Er erklärte, dass sich das Unternehmen neu aufstellen müsse, um eine Zukunft zu haben. Krieger spricht von einem Sanierungsfall.

Erst im August gaben beide Unternehmen bekannt, dass sich Höffner mit Wilfried Finke, dem Eigentümer der Paderborner Firma, über den Erwerb der Finke-Gruppe geeinigt habe.

In der vergangenen Woche feierte das Finke-Haus in Münster in großem Stil sein 30-jähriges Bestehen. Das Besucher-Echo war gewaltig, zeitweise waren alle Straßen rund um den Standort dicht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6169549?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F