Tag der offenen Tür in der „Hafenstraße 64“ Münsters illustrative Büro-Etage

Münster -

Das Dutzend „Tatü“ wird voll. Münsters vermutlich fröhlichste, vielfältigste und kreativste Büroetage lädt zum Tag der offenen Tür: die „Hafenstraße 64“.

Von Gerhard H. Kock
Für den „TaTü“ nutzte Günther Jakobs mit dem geschredderten Banksy eine Kunst-Ikone.
Für den „TaTü“ nutzte Günther Jakobs mit dem geschredderten Banksy eine Kunst-Ikone. Foto: Britta Schulte

Das Dutzend „Tatü“ wird voll. Münsters vermutlich fröhlichste, vielfältigste und kreativste Büroetage lädt zum Tag der offenen Tür: die „Hafenstraße 64“. 20 Illustratoren und Büchermacher öffnen ihre Ateliers, zeigen aktuelle Arbeiten und: Es wird ein Rahmenprogramm geben mit Tombola, Büchertisch, Lesungen, Live-Musik und natürlich Bilder, Bilder, Bilder zum Anschauen.

Drei Neue sind dabei: Hannah Feldbusch, Elisa Wolke und Jan Altehenger – Illus­tratoren kurz vor oder nach ihrem Abschluss an der münsterischen Fachhochschule für Design. Feldbusch zeigt kleinere Zeichnungen mit humorigem Strich oder Inhalt, Wolke lässt das Eichhörnchen Fide und den Waschbären Fonzo in Napepel Abenteuer erleben. Altehenger kommt frisch von der Hochschule und zeigt noch mal seinen Master, eine Arbeit über den „Mythos Social Media“. Historisch geht es in seinem ersten Comic zu: „Grand-Pére. Die andere Seite der Schuld“; darin stößt ein Enkel auf ein Geheimnis seines Opas aus dem Zweiten Weltkrieg.

Daniel Napp hat eine Serie mit „Dr. Brumm“ abgeschlossen. Die Leser können nun jeden Tag einer Woche im Leben des sympathischen Bären miterleben. Im Jahr 2004 begonnen, ist mit dem Garten-Abenteuer um den Megasaurus der siebte und letzte Tag beschrieben. Außerdem hat Napp das Buch „Es ging ein Fisch zu Fuß zur Post“ mit dem Komiker Johann König geschrieben, entsprechend absurd komisch geht es zu, wenn der Fisch in einer Flaschenpost auf die Reise geht.

Günther Jakobs zeichnet nicht nur, er schreibt auch – Reime zum Beispiel. In seiner Geschichte „Wenn der Mond die Sterne zählt“ fehlt dem Trabanten eines Abends ein Stern. Denn sobald ein Kind einschläft, steigt ein Stern gen Himmel. Der Mond macht sich auf die Suche nach dem Kind, das nicht schlafen kann . . . Jakobs hat auch den „Großen Zahnputztag im Zoo“ gezeichnet – mit einem Igel als Zahnbürste. Kinder sollen ans Zähneputzen gebracht werden. Die Zahnärzte freut’s.

Vanessa Jansen hat (zusammen mit Christiane Leesker) für Bücher fotografiert – unter anderem Essen aus Norddeutschland. Ihre Kunst besteht darin, die Köstlichkeiten nicht solange künstlich aufzustylen, bis jede Natürlichkeit verschwindet. In einem Weihnachtsbuch ist alles Weihnachtliche vertreten – ein coffee table book, um in besinnliche Stimmung zu kommen.

Christiane Leesker ist auch weihnachtlich unterwegs, aber nicht nur. Für den Klosterverlag Maria Laach durfte sie in die Bibliothek und Handschriften nach Motiven für Papeterie-Produkte durchforsten.

Robert Nippoldt hat über die Roaring Twenties vier Bücher verfasst. Zu sehen sind sein „Berlin“-Buch und die „Zeit“-Edition der Literatur der 20er Jahre.

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Der Tag der offenen Tür ist am Samstag (3. November) von 14 bis 22 Uhr in der Hafenstraße 64. Eintritt frei.

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