WN-Spendenaktion Die Isolation überstehen

Münster -

Eine Knochenmarktransplantation (KMT) ist für Krebspatienten oft die letzte Chance auf Heilung. Der Freundeskreis KMT Münster sammelt Spenden, um die 20 neuen Zimmer im Erweiterungsbau des KMT-Zentrums so auszustatten, dass die lange Zeit der Isolation für die Patienten erträglicher wird.

Von Karin Höller
Bei der Nachsorge in der Ambulanz des Knochenmarktransplantationszentrums: Schwester Alwine (l.) und Schwester Birgit (r.) mit zwei Patienten, die bei der Kontrolluntersuchung im Uniklinikum nach wie vor stark infektionsgefährdet sind.
Bei der Nachsorge in der Ambulanz des Knochenmarktransplantationszentrums: Schwester Alwine (l.) und Schwester Birgit (r.) mit zwei Patienten, die bei der Kontrolluntersuchung im Uniklinikum nach wie vor stark infektionsgefährdet sind. Foto: Freundeskreis KMT Münster

Wenn die Chemotherapie nicht anschlägt, ist für manche Patienten eine Knochenmarktransplantation die letzte Chance, den Krebs doch noch zu besiegen. Seitdem das Knochenmarktransplantationszentrum (KMT) 1999 am Uniklinikum eröffnet wurde, sind die Zahlen der Patienten stetig gestiegen; und vielen ermöglicht die Behandlung ein neues Leben. Ohne den Freundeskreis Knochenmarktransplantation wären indes einige Projekte am KMT-Zentrum erst viel später oder gar nicht auf den Weg gebracht worden, erklärt Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Gotthardt.

Er denkt dabei an bestimmte Laborgeräte, die komfortable Einrichtung der Einzelzimmer, spezielle Patiententelefone oder Laptops, „um den Patienten ihren Aufenthalt und die lange Zeit der Isolation erträglicher zu machen“.

Immunsystem muss auf Null gefahren werden

An Leukämien erkrankte Kinder und Erwachsene stellen die größte Patientengruppe. Da ihr Immunsystem auf Null gefahren werden muss, um ein Abstoßen der transplantierten Zellen zu verhindern, so Gotthardt, „sind die Patienten oft acht bis zehn Wochen von der Außenwelt abgeschnitten“. Alles, was zu ihnen ins Zimmer gelangt, muss durch den Sterilisator, selbst das Essen.

Jetzt soll das Transplantationszentrum um 20 Zimmer erweitert werden, die der Freundeskreis unter anderem mit Spezialfernsehern ausstatten möchte, die den strengen Anforderungen an eine sterile Umgebung genügen. Zudem sollen neue Laborgeräte finanziert werden, um die Diagnostik und Therapie weiter zu verbessern. Für diese Anschaffungen zum Wohle der schwerstkranken Patienten ist der Freundeskreis KMT auf Spenden angewiesen.

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Spendenkonto-IBAN:

DE 43 4005 0150 0000 0088 88

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