Debütalbum der Zucchini Sistaz „Alles in Heimarbeit aufgenommen“

Münster -

Sie sind schrill, sie sind musikalisch, sie sind hochgradig unterhaltsam: Die Zucchini Sistaz stellen ihr Debütalbum mit einem Release-Konzert vor. Doch eine Gemüse-Schwester muss noch üben...

Von Pjer Biederstädt
Jule Balandat, Tina Werzinger und Sinje Schnittker stehen als Zucchini Sistaz für Swingmusik mit hohem Spaßfaktor.
Jule Balandat, Tina Werzinger und Sinje Schnittker stehen als Zucchini Sistaz für Swingmusik mit hohem Spaßfaktor. Foto: FKK

Die Zucchini Sistaz stellen in dem „Falsche Wimpern – Echte Musik“-Konzert am Freitag (19. Oktober) ihr Debütalbum in der Konzerthalle Cloud am Germania Campus vor. Das Album mit den 14 Titeln trägt den Namen „Zu Besuch bei den Zucchini Sistaz“. In der Zucchini-Zentrale standen zwei der drei Swing-Ladys knietief in den soeben gelieferten CDs – und unserem Redakteur Pjer Bieder­städt Rede und Antwort zur neuen „Gemüseplatte“.

Frau Werzinger, Frau Balandat, wo ist die dritte Zucchini im Bunde?

Jule Balandat: Schnittchen (Sinje Schnittker, Anm. d. Red.) muss üben. Sie wird bei dem Münster-Konzert ein neues Instrument spielen – so viel können wir verraten. Jetzt ist sie deshalb aber ziemlich aufgeregt und probt ganz eifrig, damit am Freitag alles klappt.

Dann präsentieren Sie dem münsterischen Publikum Ihr Debütalbum. Das war schon für 2015 angekündigt. Warum hat es so lange gedauert?

Tina Werzinger: Uns sind zwei Babys dazwischengekommen. Und jetzt haben wir drei: zwei Menschenkinder und ein Album.

Jule Balandat: Außerdem waren wir in Sachen Albumaufnahme ja noch etwas grünschnabelig und haben uns ganz bewusst Zeit gelassen. Wir finden, wir hätten einen Guinessbuch-Eintrag verdient.

Wieso das?

Jule Balandat: Wir sind wahrscheinlich die Band, die am längsten professionell Musik macht, ohne ein Album herausgebracht zu haben. 2009 haben wir uns gegründet, seit 2014 machen wir das hauptberuflich und jetzt ist das Album da.

Wo haben Sie die Platte aufgenommen?

Tina Werzinger: Im heimischen Wohnzimmer, unserer Zucchini-Zentrale. Zusammen mit Nikola Materne und Georg Türk, der auch mit der Band Silbermond zusammenarbeitet, haben wir alles in Heimarbeit gebaut. Technisch geht das ja heutzutage alles ganz einfach.

Kein Studio?

Jule Balandat: Wir waren anfangs in einem Tonstudio. Dort haben wir alles viel zu schnell eingespielt, weil wir so aufgeregt waren. Uns fehlte das Publikum, schließlich sind wir ja eine Live-Band, die vor allem leidenschaftlich visuell musiziert.

Wie viel Münster steckt in Ihrem Debütalbum?

Tina Werzinger: Jede Menge! Wir sind ja drauf. Außerdem haben bekannte münsterische Stimmen Gastauftritte: Roland Jankowsky, bekannt als Kommissar Overbeck aus den Wilsberg-Krimis, ist auf dem Album zu hören, genauso wie Rudi Marhold und Markus Passlick aus der Götz-Alsmann-Band. Deshalb ja auch der Titel „Zu Besuch bei den Zucchini Sistaz“.

Jule Balandat: Und die Radel-Hymne ist natürlich auch eine Ode an Münster. Entstanden ist sie, als wir drei von Lingen nach Münster übergesiedelt sind.

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Es gibt auch einen Song auf dem Album, der der Türmerin der St.-Lamberti-Kirche gewidmet ist. Was hat es damit auf sich?

Jule Balandat: 2014 durften wir bei einer Veranstaltung zum internationalen Frauentag in Münster spielen. Als Gast hatten wir die Türmerin eingeladen. Angekündigt haben wir sie mit einem eigens für sie komponierten Lied. Sie wusste davon nichts und hat sich ziemlich gefreut.

Was erwartet die Münsteraner am Freitag?

Tina Werzinger: Wir verraten natürlich nicht alles. Nur eines: Wir haben neue Kleider. Das ist für uns wahnsinnig aufregend.

Jule Balandat: Daneben erwartet sie natürlich ein Konzertabend mit viel Swingmusik und jeder Menge Unterhaltung.

Zum Thema

Freitag, 20 Uhr, Konzertsaal Cloud, An der Germania Brauerei 5. Karten gibt es im WN-Ticketshop oder online auf www.zucchinisistaz.de

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