„GigabitCity Münster“ Die Glasfaser ist nicht zu stoppen

Münster -

Die Versorgung der Stadt mit Glasfaserkabeln wird verbessert: Das wurde am Dienstag bei einem Unternehmer-Frühstück in der Friedenskapelle im Friedenspark verkündet. Vertreter der Stadt sowie des niederländischen Netzbetreibers NDIX und einzelner Kooperationsunternehmen waren erschienen, um den Gästen die Funktionen und Ergebnisse einer solchen Anbindung zu erläutern. Unternehmen im Gewerbegebiet Loddenheide sind jetzt schon angebunden. Weitere Industriegebiete sollen bis 2021 folgen. 

Von Luisa Simonsen
Die Glasfasern übertragen Daten in Lichtgeschwindigkeit und sorgen somit für eine schnelle Internetanbindung.
Die Glasfasern übertragen Daten in Lichtgeschwindigkeit und sorgen somit für eine schnelle Internetanbindung. Foto: dpa

NDIX ist Kooperationspartner der Stadtwerke. Gemeinsam wird seit August das Projekt „GigabitCity Münster“ in Angriff genommen. Ab sofort können die Unternehmen im Gewerbegebiet Loddenheide auf eine Internetverbindung von einem Gigabit pro Sekunde zugreifen und sich „zudem noch auf eine sichere Anbindung ohne Aushorchen verlassen“, verspricht Jeroen van de Lagemaat, Geschäftsführer von NDIX.

Beschwerden werden ernst genommen

In den vergangenen Monaten hatten sich die Beschwerden der Unternehmen bei der Stadt über langsame Internetverbindungen und eine schlechte Bandbreite gehäuft. „Das sollte nun in Angriff genommen werden“, so der städtische Breitbandkoordinator Christian Tebel.

Bis 2021 sollen auch alle anderen Industriegebiete in Münster ans Glasfasernetz angeschlossen werden. „Die Industriegebiete in Coerde, Handorf, Hiltrup und an der Weseler Straße stehen als nächstes auf dem Plan. Ich hoffe, dass bis zum Jahr 2025 alle Unternehmen und Privatleute in Münster einen Gigabit-fähigen Anschluss besitzen“, so Tebel.

Glasfaser ist die Zukunft 

Aus diesem Grund werde die Stadt Münster für den weiteren Ausbau Fördergeld beantragen. „Heute sind Sie noch zufrieden, morgen aber schon unterversorgt, davon bin ich überzeugt“, sagt Tebel. Vorgänge, für die eine Zehn-Megabit-pro-Sekunde-Anbindung zwölf Stunden brauche, schaffe die Glasfaser-Anbindung in nur sieben Minuten, so Jeroen van de Lagemaat.

Die Kupfer-Infrastruktur ist nahezu ausgeschöpft, deswegen sei eine Umstellung auf Glasfaser der einzig logische Schritt. „Glasfasern sind die nachhaltige Infrastruktur der kommenden 50 Jahre“, sagt Tebel auch in Hinblick auf die Kosten von rund zehn Millionen Euro für das Projekt „GigabitCity Münster“.

Nach Gronau und Steinfurt ist Münster die dritte „GigabitCity“. Als nächstes sollen die Stadt Nordhorn sowie die niederländische Stadt Eindhoven angebunden werden, heißt es.

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