Schlossplatzinitiative zieht eigene Pläne zurück Absage auf den letzten Drücker

Münster -

Außer Spesen nichts gewesen: Die zehnköpfige Schlossplatzinitiative wollte am Montag über ihre Ideen zur künftigen Gestaltung des Areals rund um den Schlossplatz informieren. Doch stattdessen gab es eine Absage.

Von Klaus Baumeister
Die Journalisten durften Platz nehmen, wurden dann aber auch wieder weggeschickt.
Die Journalisten durften Platz nehmen, wurden dann aber auch wieder weggeschickt. Foto: -kb-

 Kurz vor dem Termin, so die Auskunft des Sprechers Ulrich Krüger, habe man „mehrheitlich“ beschlossen, das Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt – „etwa in vier bis sechs Wochen“ – zu verschieben.

Zu den Details hieß es: „Kein Kommentar!“ Gleichwohl war den anwesenden Journalisten klar, dass der Rückzieher der Schlossplatzinitiative mit einer anderen Initiative zusammenhängen muss: Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), der Uni-Rektor Prof. Johannes Wessels und die Fachhochschul-Präsidentin Prof. Ute von Lojewski haben am vergangenen Freitag demons­trativ den Schulterschluss geübt und die bauliche Entwicklung der kommenden Jahre abgesteckt.

Josef Rickfelder, aktiv in der Initiative, zugleich aber auch ehemaliger CDU-Kreisvorsitzender, räumte ein, dass es am Wochenende einen regelrechten „Telefonalarm“ gegeben habe und man neue Aspekte erst intern besprechen wolle.

Erinnerungen an die Gründung der Schlossplatzinitiative

Der Konflikt liegt auf der Hand: Seit gut zwei Jahren ist die Schlossplatzinitiative aktiv und denkt laut über eine moderate Bebauung einzelner Flächen in der Nähe des Schlosses nach, etwa am Kalkmarkt oder im Bereich des Uni-Parkplatzes. Genau davon war aber bei dem offiziellen Treffen der Stadt und der Hochschulen am Freitag keine Rede.

Gleichwohl wollte Ulrich Krüger von einem Konflikt nichts wissen. Im Gegenteil: Die Pressekonferenz vom vergangenen Freitag bewertete er als „Steilvorlage“, um gemeinsam mit der Stadt und den Hochschulen ins Gespräch zu kommen. Diese Chance wolle man nutzen, bevor man selbst vor die Presse trete.

Der Vorgang weckt Erinnerungen an die Gründung der Schlossplatzinitiative. Damals hieß es, dass eine neue Interessengruppe den Bau einer Konzerthalle am Schloss vorantreiben wolle. Wenige Tage vor dem Termin verkündeten Lewe und die damalige Uni-Rektorin Prof. Ursula Nelles, gemeinsam einen Musikcampus an der Hittorfstraße errichten zu wollen.  

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