60. Folge der ZDF-Serie
Wenn's zum Himmel stinkt: Wilsberg wühlt im Müll

Münster -

Diesmal geht es schmutzig zu im ZDF-Samstagskrimi: Privatdedektiv Wilsberg ermittelt nach einem Leichenfund im Müll. Geht es um dreckige Entsorgungsdeals oder steckt hinter dem Mord gar die Mafia?

Donnerstag, 06.09.2018, 10:24 Uhr aktualisiert: 06.09.2018, 10:31 Uhr
Privatdedektiv Wilsberg ermittelt nach einem Leichenfund im Müll. Foto: Thomas Kost/ZDF/dpa

Ausgerechnet Saubermann Thomas Warnetzki wird Opfer eines schmutzigen Verbrechens: Seine Kollegen finden den Müllmann aus Münster tot in einem Müllcontainer. Und ausgerechnet der brummig-sympathische Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) soll im Auftrag seiner Ex-Frau mit seiner Schnüfflernase herausfinden, was hier zum Himmel stinkt. Denn der Polizei traut die alternativ-lebende Aussteigerin schon lange nicht mehr.

Die 60. Folge der quotenstarken Wilsberg-Reihe im ZDF hat den Titel „Die Nadel im Müllhaufen“. Regie führt Martin Enlen, das Drehbuch ist von Natalia Geb und Sonke Lars Neuwöhner. Zu sehen ist sie am Samstag (8. September) um 20.15 Uhr. Wilsberg und sein treuer Gefährte Ekki (Oliver Korritke) müssen diesmal tief im Dreck wühlen.

Wilsberg zögert zunächst

Warnetzkis Ex-Frau Elena (Anne Kanis) hatte gleich so ein seltsames Gefühl. Sein letztes Lebenszeichen war eine kleine Notiz, dass er ihr etwas erzählen müsse, dass da etwas Schmutziges im Gange sei. Elenas Verdacht fällt sofort auf seinen Kollegenkreis beim privaten Müll-Entsorger „Mynstermyll“. Der dort als pedantischer Weltverbesserer eher unbeliebte Warnetzki hatte immer schnell Alarm geschlagen, wenn er krumme Geschäfte witterte.

Elena beauftragt Wilsberg mit den Ermittlungen, der zuerst aber zögert. Denn Elena wird ihn nicht mit Geld bezahlen können. Sie hat dem Konsum schon vor Jahren den Rücken gekehrt. Die junge Frau lebt ohne Geld und mit viel Idealismus in einer Bauwagenkolonie und fischt Brauch- und Essbares aus dem Müll. Doch auch ohne Honorar kann der Privatermittler nicht widerstehen: Er will herausfinden, was Warnetzki den Tod brachte - und ob die Müllentsorger nicht vielleicht doch Dreck am Stecken haben, wie Elena vermutet.

Overbeck mit Mafia-Theorie

Wilsberg schleust kurzerhand seinen besten Freund Ekki Talkötter als Undercover-Müllmann in das Unternehmen ein: Der ist zwar nicht begeistert, als er sich in orangener Warnweste am Müllauto hängend wiederfindet, erfährt aber schnell höchst Verdächtiges: Der rabiat auftretende Chef der Müllbrigade Klaschka (Timo Jacobs) ist in dreckige Entsorgungsdeals verwickelt. War Warnetzki ihm auf die Schliche gekommen?

Wilsberg-Dreharbeiten in Münster

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  • Leonard Lansink beim Dreh für die Wilsberg-Folge „Gottes Werk und Satans Kohle“ in Münster.

    Leonard Lansink beim Dreh für die Wilsberg-Folge „Gottes Werk und Satans Kohle“ in Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zwei Nonnen, die viel Geld verloren haben, wenden sich in der Folge an den Privatdetektiv. Hauptkommissarin Anna Springer (Rita Russek, r.) hat in dem Fall natürlich auch ihre Finger im Spiel.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Gedreht wird unter anderem im Antiquariat Solder an der Überwasserkirche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Krimi hat Wilsberg hier sein „Hauptquartier“.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine 40-köpfige Crew dreht in dieser Woche in Münster Szenen für zwei Wilsberg-Folgen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • „Gottes Werk und Satans Kohle“ wird nicht vor Herbst 2018 gezeigt.

    Foto: Matthias Ahlke

Oder steckt hinter dem Mord am Müllmann gar die italienische Mafia, wie der etwas übereifrige aber leicht beschränkte Polizist Overbeck (Roland Jankowsky) vermutet? Wisse ja schließlich jeder, dass die Camorra das Müllgeschäft unter sich aufgeteilt habe. Und überhaupt: Die schöne Chefin der Entsorgungsfirma (Genija Rykova) ist immerhin Halb-Italienerin.

Während Overbecks Mafia-Theorien bei Kommissarin Springer (Rita Russek) nur Kopfschütteln hervorrufen, sucht Wilsberg weiter die „Nadel im Müllhaufen“. Der Krimi mit hohem Unterhaltungswert und sympathischen Darstellern funktioniert nach dem bewährten Prinzip: Wilsberg und seine Freunde sind alle irgendwie mit von der Partie, um den Verbrechern auf die Schliche zu kommen. Dummerweise übersehen sie dieses Mal etwas Wesentliches.

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