Fast 60 Angebote zum Eintauchen in die Stadtgeschichte Denkmaltag: „Entdecken, was uns verbindet“

Münster -

Seit 25 Jahren gibt es in Münster am Tag des offenen Denkmals Entdeckungsreisen in die Historie der Denkmäler, die Stadtgeschichte oder die Umbau- und Restaurierungsgeschichten. Am Sonntag (9. September) ist es wieder soweit.

Die Altstadt kann am Tag des offenen Denkmals aus unterschiedlichen Blickwinkeln erkundet werden. Am Drubbel gibt es archäologische Erläuterungen.
Die Altstadt kann am Tag des offenen Denkmals aus unterschiedlichen Blickwinkeln erkundet werden. Am Drubbel gibt es archäologische Erläuterungen. Foto: Stadt Münster

Die Städtische Denkmalbehörde Münster war von Anfang an mit dabei. „Im ersten Jahr waren es drei Führungen“, erklärt Mechthild Mennebröcker von der Städtischen Denkmalbehörde in einer Pressemitteilung. „Das heutige vielfältige und umfangreiche Programm kann nur mit der Unterstützung einer Vielzahl Ehrenamtlicher zusammen gestellt werden. Eigentümer, Architekten oder Heimatpfleger unterstützen uns sehr.“

Am kommenden Sonntag (9. September) lockt  der Tag des offenen Denkmals wieder mit fast 60 Angeboten quer über die Stadt verteilt.  Das Motto in diesem Jahr: „Entdecken, was uns verbindet“; zugleich ist der Denkmaltag auch Teil des europäischen Kulturerbejahres 2018. 

Zwischen englischer Wohnkultur, französischen Wurzeln und polnischer Fachkunde gibt es viel Europa in Münster zu erkunden. Aber auch die versteckten europäischen Eigentümlichkeiten, wie beim Erbdrostenhof, der Dominikanerkirche oder die mittelalterlichen Motive in einem Speisesaal werden spannend erläutert. 

Aber auch die Verbindung von Alt und neu, ob als Stilmix am Schlossplatz, in der Symbiose von Denkmal und Gegenwartskunst in der Dominikanerkirche oder als architektonische Meisterleistung zwischen neobarocker Hülle und der Sachlichkeit der 1950er Jahre in der Antoniuskirche sind Thema am Tag des offenen Denkmals. 

Die Ergebnisse von Schulprojekten aus dem Geschichts- oder Kunstunterricht im Umgang mit einem Denkmal werden in der Anne-Frank-Schule oder im und am Lazarettbunker vorgestellt. Hinter die Kulissen schauen können die Besucher auch im bedeutenden, mittelalterlichen Fachwerkspeicher auf Haus Kump in Mecklenbeck, den spätklassizistischen Fassaden auf Haus Coerde oder die Bauprojekte des „Dritten Reiches“ wie das Standortlazarett oder das Heeresverpflegungshauptamt.

Das umfangreiche Programm verspricht noch viele weitere Blicke hinter die Kulissen, die jenseits des Tages des offenen Denkmals nicht möglich sind. Ob Führung, Radtour oder Lesung - alle Veranstaltungen fasst das Programmheft übersichtlich zusammen. Einige sind  ausdrücklich auch für Menschen mit Behinderungen geeignet. Das Programm ist in der Münster-Information im Stadthaus 1 (Hermann-Brüning-Straße), der Stadtbücherei und den Bezirksverwaltungen erhältlich sowie im Internet.  

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