Vorläufige Freibad-Bilanz
Besucher-Rekord dank Hitzesommer

Münster -

Der Sommer war besonders heiß – und die Freibäder voll wie nie. Die Bäder in Münster verzeichnen kurz vor Saisonende deutliche Besucherrekorde.

Freitag, 31.08.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 31.08.2018, 10:11 Uhr
Die Freibäder verzeichnen dank des heißen Sommers einen Besucherrekord. Foto: Matthias Ahlke

Die endgültige Bilanz der Besucherzahlen in den Freibädern der Stadt steht noch aus, denn noch sind die Bäder geöffnet. Sicher ist aber bereits jetzt, dass 2018 seit der Jahrtausendwende als vorläufige Rekordsaison in die Geschichte eingehen wird. Bis Anfang dieser Woche waren bereits 318 000 zahlende Besucher in den drei städtischen Freibädern. Das vereinsgeführte Freibad Sudmühle zählt bisher über 26 000 Gäste.

Winfried Reher, Leiter der Bäderabteilung im städtischen Sportamt findet in den Statistiken der vergangenen fast 20 Jahre keinen einzigen Sommer, in dem auch nur annähernd so viele Menschen in den Freibädern waren. Auch 2003, als es im August in Münster noch etwas heißer wurde als in diesem Jahr, kamen unter dem Strich nicht so viele Badegäste wie diesmal.

Fast doppelt so viele Besucher

Die größten Besucherzustrom hat das zentral liegende Freibad Coburg mit bisher knapp 138 000 Besuchern. Die Coburg, deren Wasser die durchgängig dank Fernwärmeanschluss auf mindestens 24 Grad beheizt wird, ist seit dem 1.Mai geöffnet, die Bäder Hiltrup und Stapelskotten folgten rund drei Wochen später.

Auch das Freibad Hiltrup hat in dieser Saison sehr deutlich die 100 000-Besucher-Marke geknackt. Bisher kamen sogar 110 000 Menschen in das Bad, annähernd doppelt so viele wie 2016. Im bisherigen, 15 Jahre zurückliegenden Hitzesommer 2003 kamen knapp 98 000 Gäste in das Hiltruper Bad.

Zahlen und Fakten zum Sommer der Extreme

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  • Von Anfang April bis Ende Juli war es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge noch nie so warm seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1881. Demnach war es 3,6 Grad wärmer als im langjährigen Vergleich. Rekordniveau erreichten vor allem die Monate April und Mai.

    Von Anfang April bis Ende Juli war es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge noch nie so warm seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1881. Demnach war es 3,6 Grad wärmer als im langjährigen Vergleich. Rekordniveau erreichten vor allem die Monate April und Mai.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • 39,5 Grad war die bisherige Temperaturspitze in diesem Sommer. Der Wert wurde am 31. Juli in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen. Den Hitzerekord seit Beginn der Aufzeichnungen hält allerdings Kitzingen in Bayern. Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der DWD an seiner dortigen Messstation 40,3 Grad.

    Foto: Patrick Seeger
  • Sogenannte Tropennächte, bei denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, gab es in diesem Frühjahr und Sommer bereits eine ganze Reihe. Besonders warm war es in der Nacht zum 1. August. So erlebte Berlin mit einem Tiefstwert von 24,4 Grad an zwei Messstellen seine bislang wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Noch nie wurde zwischen April und Juli so wenig Niederschlag registriert. Im Vergleich zur vieljährigen (1961-1990) mittleren Niederschlagssumme betrug das Defizit 110 Millimeter. Besonders trocken war es in Sachsen-Anhalt, so die Experten vom DWD.

    Foto: Tino Plunert
  • In den vier Monaten gab es überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Der Juli war nach 2006 mit vielerorts 300 bis 350 Stunden der zweitsonnigste seit Messbeginn im Jahr 1950.

    Foto: Bodo Marks
  • Im Juli erreichte die Nordsee nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie die zweithöchste Oberflächentemperatur seit 50 Jahren: 16,3 Grad im Schnitt. Im Juli 2014 war das Wasser nur 0,1 Grad wärmer. Die Ostsee stellte mit einer mittleren Oberflächentemperatur von 20,0 Grad sogar einen neuen Rekord auf.

    Foto: Hauke-Christian Dittrich

Rund 71000 Besucher zählte in dieser Saison das Freibad Stapelskotten, das damit auch deutlich mehr Gäste hatte als in den zurückliegenden Jahren.

Warmes Wasser dank Sonnenenergie

„Dank des beständig heißen Wetters gab es in dieser Saison keine Klagen über zu kaltes Wasser in Hiltrup und Stapelskotten“, sagt Winfried Reher. Dort kann das Wasser lediglich mit Sonnenenergie geheizt werden. Erst jetzt sind dort die Temperaturen angesichts der Witterung abgekühlt. Wie berichtet bleiben Hiltrup und Stapelskotten biseinschließlich 6. September geöffnet, das beheizte Freibad Sudmühle bis zum 9. und die Coburg bis zum 30. September.

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