Bombenfund im Zentrum-Nord
Blindgänger an Kanalstraße erfolgreich entschärft

Münster -

Bei Bauarbeiten an der Aa ist am Morgen ein Blindgänger gefunden worden. Die Kanalstraße wurde gesperrt, das Gebiet um den Fundort in Nähe des Zentrum-Nords evakuiert. Gegen 11.15 Uhr war die Weltkriegsbombe entschärft, die Sperrungen wieder aufgehoben.

Dienstag, 28.08.2018, 11:58 Uhr aktualisiert: 28.08.2018, 15:11 Uhr
Bei Bauarbeiten an der Aa wurde am Dienstagmorgen eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Foto: Matthias Ahlke

Blindgänger legt Münsters Norden lahm: Der Fund einer Weltkriegsbombe hat am Dienstagvormittag in Münster rund um die Kanalstraße zu erheblichen Verkehrsstörungen geführt. Die Kanalstraße war mehrere Stunden lang gesperrt, Teile des angrenzenden Gewerbe- und Verwaltungsstandorts Zentrum-Nord wurden evakuiert. Gegen 11.15 Uhr gab es dann Entwarnung: Die mit einem Zünder versehene 250-Kilo-Bombe wurde erfolgreich entschärft. Evakuierung und Straßensperrungen - neben der Kanalstraße war auch die zweite Zufahrt zum Zentrum-Nord, die Anton-Bruchhausen-Straße, dicht - wurden aufgehoben.

Bagger bewegte Bombe

Knapp viereinhalb Stunden zuvor hatte die Bombenentschärfung ihren Anfang genommen. Um 6.50 Uhr stieß ein Bagger bei Renaturierungsarbeiten an der Aa auf die Weltkriegsmunition. Der Bagger bewegte dabei die britische Fliegerbombe. Deswegen musste sie schnellstmöglich entschärft werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war etwa eine Stunde später vor Ort.

Bombenfund an der Aa

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  • AH__0382 Foto: Matthias Ahlke
  • Am Dienstagmorgen hat die Polizei die Kanalstraße nach einem Bombenfund gesperrt.

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  • Die Feuerwehr evakuiert im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle an der Aa (Höhe Nevinghoffstraße).

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  • Auch die zweite Zufahrt zum Zentrum-Nord (Anton-Bruchhausen-Straße) wurde gesperrt. Dadurch kam es zu langen Staus in der Umgebung.

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  • Kein Durchkommen mehr: Die Kanalstraße wurde zwischen Ring (Bild) und Bröderichweg in beiden Richtungen komplett gesperrt.

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  • Auf dem Ring staute sich am Morgen der Verkehr.

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  • Wohl dem, der mit dem Fahrrad unterwegs war.

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  • Ein Bagger war um 6.50 Uhr auf den Blindgänger gestoßen.

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  • Einige Verwaltungen und Betriebe im Zentrum-Nord wurden geräumt.

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  • Die Bombe war im Zuge von Renaturierungsarbeiten an der Aa entdeckt worden.

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  • Gegen 11.15 Uhr gab der Kampfmittelräumdienst Entwarnung.

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  • Die 250-Kilo-Bombe wurde unschädlich gemacht.

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Fotos von der Bombenentschärfung, der Evakuierung und den Verkehrsbeeinträchtigungen.

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Evakuierung am Morgen

Doch zunächst musste die Umgebung evakuiert werden. In einem Umkreis von 250 Metern um den Fundort des Blindgängers an der Kanalstraße, stadtauswärts etwa 200 Meter vor dem Abzweig in den Nevinghoff, durfte sich niemand mehr aufhalten. 


Davon betroffen waren vor allem mehrere Verwaltungs- und Firmengebäude im Zentrum-Nord. So war etwa das Finanzamt Münster-Innenstadt nicht zu erreichen.  Auch Teile des Wienburgparks wurden gesperrt. Für Jogger, Spaziergänger und Radfahrer war am Flatterband Schluss. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Stadt „zügig und reibungslos”.

Teil des Zünders gesprengt

Der Kampfmittelräumdienst der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg konnte die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg anschließend unschädlich machen. Dabei wurde ein Teil des Zünders separat gesprengt. Unmittelbar danach wurden die Sperrungen aufgehoben und von der Feuerwehr wieder freigegeben.

Rund 100 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisation waren im Einsatz. Während der Evakuierung war eine Betreuungsstelle der Johanniter Unfallhilfe in der Kantine der Bezirksregierung Münster an der Albrecht-Thaer-Straße 9 als Anlaufpunkt und Aufenthaltsort für betroffene Personen eingerichtet worden. 44 Personen nahmen dieses Angebot an.

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