Umbau des Hill-Speichers
B-Side hofft auf Millionenzuschuss

Münster -

Das Quartierszentrum B-Side und der Ruderverein Münster wollen den ehemaligen Hill-Speicher im Hafen beziehen. Doch das wird nur gelingen, wenn ein hoher Landeszuschuss an die B-Side fließt. Die Entscheidung wird im November fallen.

Donnerstag, 09.08.2018, 06:45 Uhr aktualisiert: 09.08.2018, 10:22 Uhr
In dem ehemaligen Hill-Speicher im Stadthafen 1, gegenüber von den Osmo-Hallen, sollen die B-Side und der Ruderverein Münster einziehen. Foto: kal

Jetzt wird es ernst für die B-Side. In wenigen Wochen wird eine Delegation des Düsseldorfer Bauministeriums nach Münster kommen, um sich vor Ort über Quartier und Projekt zu informieren. Von ihrem Urteil wird es abhängen, ob die B-Side mit einem Landeszuschuss in Millionen­höhe rechnen kann.

Kulturzentrum und Ruderverein

Im früheren Hill-Speicher im Stadthafen 1 soll ein alternatives Quartiers- und Kulturzentrum entstehen – mit Gruppenräumen, Küche, Ateliers, Studios, Proberäumen, Büros, Veranstaltungsraum und einem Sonnendeck. Einen Teil des Erd­geschosses wird der Ruderverein Münster von 1882 nutzen. B-Side-Initiative und Ruderverein wollen das Projekt als Bauherren­gemeinschaft realisieren.

„Wir hoffen, dass wir 2021 einziehen können“, sagt Ruderverein-Vorsitzender Dirk Bensmann. Das wird jedoch nur glücken, wenn die Finanzierung des Gesamtprojektes gelingt.

Der Facebook-Post wird geladen

Fünf Millionen Euro Kosten

Umbau und Sanierung jenes Gebäudeteiles, den die B-Side nutzen wird, werden fünf Millionen Euro kosten, berichtet B-Side-Geschäftsführer Tobias Stroppel. Er hofft auf Landesmittel in Höhe von drei Millionen Euro, die Entscheidung wird im November fallen. „Danach würden wir gerne die Stadt dazu bringen, sich die verbleibenden zwei Millionen Euro mit uns zu teilen.“ Nach den Sommerferien will die B-Side damit beginnen, die Politik für den Millionen-Zuschuss zu gewinnen.

Ich bin wirklich optimistisch, dass uns das ge­lingen wird.

Geschäftsführer Tobias Stroppel

Fleißig Geld gesammelt

Unterdessen hat die B-Side bereits fleißig Geld gesammelt. Von 121 Münsteranern gebe es Kreditzusagen in Höhe von 400.000 Euro, sagt Stroppel. Auf weitere 100.000 Euro hofft die Initiative bis Ende September. Mit diesen 500.000 Euro Eigenkapital will die B-Side einen Kredit über die restliche Summe finanzieren, die unter anderem dank Spenden und baulichen Eigenleistungen bei deutlich unter 500.000 Euro liegen soll. „Ich bin wirklich optimistisch, dass uns das ge­lingen wird“, sagt Stroppel.

Das Facebook-Video wird geladen

Ruderverein schöpft aus drei Töpfen

Die Kostenschätzung des Rudervereins ist mittlerweile drei Jahre alt. Damals rechnete er mit Investitionen in Höhe von 2,2 Millionen Euro, berichtet Bensmann. „Ich gehe mit Blick auf die gestiegenen Baukosten davon aus, dass sie nun höher liegen wird“, sagt der Vereinsvorsitzende – wie hoch, werde in einigen Wochen feststehen.

Der Ruderverein will das Projekt aus drei Töpfen finanzieren. Bis zu 50 Prozent sollen von der Stadt kommen, eine entsprechende Sportförderzusage gab der Rat 2015. Für die Rückgabe des Erbbaurechts für das Bootshaus an der Benno­straße an die Stadt wird der Verein eine Entschädigung erhalten. Der Rest soll in Eigenleistung und mit Spenden finanziert werden. Die 2,2 Millionen Euro von 2015 habe man jedenfalls schon zusammen, so Bensmann.

Nicht nur die B-Side, auch der Ruderverein schaut nun gespannt auf Düsseldorf. Bleibt die Förderung des B-Side-Projekts durch das Land aus, dann hätte dies auch Auswirkungen auf die ambitionierten Pläne des Rudervereins,

Das Facebook-Video wird geladen
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5963118?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Wie Lebensmittelkontrollen ablaufen
Ein Lebensmittelkontrolleur überprüft bei einer Betriebskontrolle die Temperatur von chinesischen Nudeln. Kontrolleure messen Temperaturen: Das Essen in der Pfanne muss heiß sein. Bei über 70 Grad sterben viele Bakterien ab.
Nachrichten-Ticker