Shisha-Verbot am Aasee Wasserpfeifen-Raucher bleiben fern

Münster -

Polizei und Ordnungsamt kontrollierten am Samstagabend mit zahlreichen Beamten an den Aasee-Terrassen das behördlich angeordnete Shisha-Verbot. Die Wasserpfeifen-Freunde tauchten aber erst gar nicht auf.

Von Helmut P. Etzkorn
Samstagabend kurz vor Mitternacht am Aasee: Auf den Terrassen sitzen nur noch ein paar Leute. Die Wasserpfeifen-Freunde meiden die verbotene Zone wohl wegen der starken Präsenz der Ordnungsbehörden. Und Saufgelage auf den Stufen gibt es diesmal auch nicht.
Samstagabend kurz vor Mitternacht am Aasee: Auf den Terrassen sitzen nur noch ein paar Leute. Die Wasserpfeifen-Freunde meiden die verbotene Zone wohl wegen der starken Präsenz der Ordnungsbehörden. Und Saufgelage auf den Stufen gibt es diesmal auch nicht. Foto: hpe

Samstagabend, 22 Uhr, Aasee-Terrassen. Gut 20 Grad Außentemperatur, auf den Holzplanken der Stufen sitzen zu dieser für Partygänger gar nicht mal so späten Stunde nur ein paar Pärchen. Kein bisschen blauer Rauch aus der Wasserpfeife vernebelt den Blick in den sternenklaren Abendhimmel.

Großaufgebot an den Terrassen

Am ersten Wochenende seit dem behördlich angeordneten Shisha-Verbot ist die Mehrzahl der Nachtschwärmer an den Stufen uniformiert. Zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei parken unübersehbar an der Ecke Annette-Allee, ein knappes Dutzend Beamte beobachtet die Szenerie. Hinzu kommen noch Kräfte vom Service- und Ordnungsdienst des Ordnungsamtes. „Aktuell wohl der am besten bewachte Ort in Münster“, scherzt ein junger Mann beim Anblick des Großaufgebotes.

Volle Tische in den Restaurants

23 Uhr, die Lage bleibt entspannt. Am benachbarten A 2-Restaurant ist die Außengastronomie noch bis auf den letzten Freilufttisch besetzt, direkt neben den Terrassen begeistert „Elements of Fire“ mit einer Feuershow. Zu mystischen Klängen werden flammende Keulen geschwungen, ein paar Meter weiter am Bootssteg lässt eine Feiergemeinde die Sektkorken knallen. Inzwischen scheint der Vollmond auf den still ruhenden See, noch immer ist der Andrang auf und neben den Stufen sehr überschaubar.

Verbotsschilder sorgen für Belustigung

Ein Grüppchen junger Männer macht sich über die neuen Verbotstafeln lustig. Zu sehen sind eine stilisierte Wasserpfeife und ein Kofferradio, beides im roten Kreis mit Verbots-Querstrich. „Verstöße werden mit Bußgeld und Platzverweisen geahndet“, steht darunter.

In der vergangenen Woche hatte die Stadt ein Shisha-Verbot für die Aasee-Terrassen erlassen, nachdem es verstärkt Beschwerden gegeben hatte. Shisha-Raucher hatten für Lärmbelästigungen gesorgt und viel Müll verursacht.

Besucherin fühlt sich sicherer

Um 23.30 Uhr spricht ein Trupp junger Männer eine Polizistin an: „Jetzt darf man hier wohl nicht mehr Pfeife rauchen, oder?“ Die Antwort kommt locker rüber: „Das schafft ihr schon, es gibt ja genügend andere Orte!“ Auch um Mitternacht ändert sich die entspannte Situation nicht. Nur eine Scherbe und ein Kronkorken liegen auf den sonst zu dieser Zeit eher vermüllten Stufen.

„Es sollte häufiger so sein, ich fühle mich jedenfalls dadurch viel sicherer“, sagt Ursula B., die eine Nachtrunde mit ihrem Shetland Sheepdog dreht.

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