Passantenzählung Salzstraße steigt in der Gunst der Besucher

Münster -

Samstags ist Münsters Innenstadt voll – und wie! Was manchen wegen voller Straßen und Parkplätze ärgert, freut die Kaufleute und Gastronomen. 51.000 Striche wurden bei der aktuellen Passantenzählung gemacht. Während die Gesamtzahl leicht zurückging, stiegen einige Straßen in der Gunst der Besucher.

Durch die Salzstraße gingen bei der Passantenzählung am Samstag, den 5. Mai, 3492 Besucher.
Durch die Salzstraße gingen bei der Passantenzählung am Samstag, den 5. Mai, 3492 Besucher. Foto: gh (Archiv)

Die Besucherzahlen in Münsters City, exemplarisch erfasst an einem Samstag, befinden sich 2018 auf einem hohen Niveau, auch wenn sie etwas unterhalb der beiden Vorjahre liegen. Das teilt die Wirtschaftsförderung Münster in einer Pressemitteilung mit.

Für die anhaltende Dynamik im Zentrum sprechen in Summe knapp 51.000 Passanten, die am stärksten Tag der Woche an 24 Stellen zwischen 12 und 13 Uhr gezählt wurden.

Überproportional stark war die Frequenz mit zirka 27.000 Passanten an einem Donnerstag, der die klassischen Werktage repräsentiert. Beliebteste Routen sind die Ludgeristraße, der Prinzipalmarkt und die Salzstraße. Die gute Nachricht für die Kaufleute und Gastronomen ist, dass sich die Menschen über die gesamte Innenstadt verteilen.

„Hoher Erlebniswert und außergewöhnliche Aufenthaltsqualität“

„Die Kontraste von Handel, Gastronomie, historischem Stadtbild und modernem Städtebau schaffen hohen Erlebniswert und außergewöhnliche Aufenthaltsqualität“, kommentiert Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster, die Passanten-Frequenzmessung durch das beauftragte Institut für Geographie der Uni Münster. Die Analyse stellt die Beliebtheit von Standorten fest, indem die dortigen Besucher im Verhältnis zum Gesamtaufkommen in der City betrachtet werden.

Im Ranking vorne liegen als Top 3 die Ludgeristraße auf Höhe Arkaden (5916 Passanten), der Prinzipalmarkt (4923) und die Ludgeristraße auf Höhe C&A (3498).

Zu den großen Gewinnern 2018 gehören zwei Standorte, die in den vergangenen Jahren unter Baumaßnahmen gelitten haben. So wirkte sich an der vorderen Salzstraße die Fertigstellung des Handelsobjekts mit dem neuen Nutzer Primark deutlich auf das Passantenaufkommen aus. Der Standort erreicht wieder das sehr gute Niveau von 2015. Das diesjährige Ergebnis lag zudem acht Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Windthorststraße wiederbelebt

Neben der Salzstraße zeigte auch die Bahnhofseröffnung in Bezug auf die Belebung der Windthorststraße deutliche Wirkung. Die direkte Bahnhof-City-Meile kehrte wieder zu alter Stärke zurück.

Die Wirtschaftsförderung nutzt die Frequenzen zur Beratung des Handels, der Gastronomen und weiteren Nutzern von Ladenlokalen. Das Ergebnis dient auch Immobilieneigentümern und Investoren sowie dem Städtebau zur Potenzialbestimmung innerstädtischer Lagen.

Stadtbaurat Robin Denstorff beurteilt das über viele Jahre konstante Besucheraufkommen als positiv. „Auf dieses Konto zahlt die gute städtebauliche Planung und Steuerung der vergangenen Jahre kräftig ein.“ Die Aufgabe sei es, die Attraktivität weniger frequentierter Standorte auch weiterhin zu steigern und ihre Wegebeziehung zu den A-Lagen zu stärken, heißt es weiter.

Die Messungen in der Innenstadt sowie an Hammer Straße, Wolbecker Straße, Warendorfer Straße und der Marktallee in Hiltrup erfolgten von 12 bis 13 Uhr am 3. Mai (Donnerstag) sowie am 5. Mai (Samstag) 2018.

Mehr Infos: wfm-muenster.de ( Zahlen als pdf )

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