Ausbau der Fernwärmeleitung am Ring
Fast alle Bäume sind gesichert

Münster -

Wie geht es weiter mit dem Hafencenter? Wie geht es weiter mit der Fernwärmeleitung am Hansaring? Darüber diskutierte der Rat. Von der Stadtverwaltung gab es zumindest eine gute Nachricht für das Hansaviertel.

Freitag, 06.07.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2018, 10:09 Uhr
Der Bau der Fernwärmeleitung am Hansaring geht weiter. Die Gefahr, dass viele weitere Bäume gefällt werden müssen, ist derweil weitgehend gebannt. Foto: Matthias Ahlke

Um mit der guten Nachricht für das Hansaviertel anzufangen: Beim weiteren Bau der großen Fernwärmeleitung auf dem Ring werden auf dem Teilstück zwischen Schillerstraße und Franziskushospital von den 110 vorhandenen Straßenbäumen vermutlich nur zwei gefällt werden müssen.

Das erklärte Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier in der Ratssitzung am Mittwochabend. Das Abholzen von zwei Platanen am Hansaring hatte zu Beginn des Jahres zu erheblichem Unmut geführt, deshalb die Nachfrage der Anwohnerin Susanne Schöneich während der Einwohnerfragestunde.

Noch im Frühjahr hatte es bei der Stadt geheißen, dass vermutlich sechs Bäume den neuen Rohren weichen müssten.

Platanen am Hansaring sind gefällt

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  • Der Protest der Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“ hat nicht geholfen.

    Der Protest der Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“ hat nicht geholfen.

    Foto: Oliver Werner
  • Am frühen Dienstagmorgen hat die Polizei den Hansaring zwischen Albersloher Weg und Wolbecker Straße gesperrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Gegen sechs Uhr habe man dann mit der Fällaktion begonnen, berichtet eine Stadtwerke-Sprecherin.

    Foto: Oliver Werner
  • Noch vor sieben Uhr fiel unter Protest mit Trillerpfeifen die erste Platane, kurz danach auch der zweite Baum.

    Foto: Oliver Werner
  • Vor zwei Wochen hatten nach einem Bericht unserer Zeitung über die geplante Fällaktion Hunderte Anwohner für den Erhalt der Bäume demonstriert. Wiederholt kam es zu Kundgebungen und Mahnwachen.

    Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
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  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Platanen am Hansaring sind gefällt Foto: Oliver Werner
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“
  • Foto: Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“

Um die laufenden Bauarbeiten richtig einzuschätzen, wies der Stadtkämmerer aber auch unmissverständlich darauf hin, dass die ausgebaute Fernwärmeleitung im Osten der Stadt einen „zentralen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele“ leiste.

SPD lässt Zustimmung bei Hafencenter-Vorgehen offen

Darüber hinaus gab es auch eine Aussprache oder besser gesagt eine Debatte über das Hafencenter, ausgelöst durch eine Anfrage des Münsteraners Moses Christoph Brügge. Er wollte wissen, wie es zu dieser – inzwischen vom Oberverwaltungsbericht beanstandeten – Abwägung gekommen sei.

Stadtbaurat Robin Denstorff erklärte, dass bei Bauvorhaben regelmäßig „Interessen oder Belange miteinander kollidieren“ würden. Im Fall des Hafencenters werde die Stadt die „vom Gericht bemängelten Gutachten überarbeiten“ und dann dem Rat am Ende eines transparenten Verfahrens zur Abstimmung vorlegen.

Der SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung ließ die Frage offen, ob sie der angestrebten „Heilung“ des Bebauungsplans zustimmen werde. In der Vergangenheit hatte die SPD stets für das Hafencenter gestimmt.

Grüne wortkarg

Der CDU-Ratsherr Georg Fehlauer und die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff sahen keine Veranlassung, das neue Verfahren im Gefolge des negativen Gerichtsurteils zu bewerten. Fehlauer: „Wir müssen erst die Ergebnisse abwarten.“ Dass städtebauliche Projekte mit Konflikten einhergingen, „erleben wir an ganz vielen Stellen, ich nenne nur das Stichwort Nachverdichtung“, so Möllemann-Appelhoff.

Interessant war, dass die Stellungnahme der Grünen, die seit Jahren gemeinsam mit den Linken das Bauvorhaben am Hafen ablehnen , in der Aussprache sehr kurz ausfiel.

„Unsere Position ist bekannt“, meinte der GAL-Fraktionschef Otto Reiners.

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