SPD-Vorschlag für sanierungsbedürftige Schule
Schlaun-Gymnasium soll umziehen

Münster -

Die in die Hängepartie um eine Sanierung des Schlaun-Gymnasiums kommt Bewegung. Die SPD schlägt vor: Die Schule soll komplett verlagert werden. Auch zwei mögliche Standorte haben die Sozialdemokraten schon ins Auge gefasst.

Donnerstag, 21.06.2018, 18:20 Uhr aktualisiert: 21.06.2018, 18:24 Uhr
Das altehrwürdige Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münsters Innenstadt  Foto: Oliver Werner

Der bauliche Zustand des altehrwürdigen Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums lässt bekanntermaßen zu wünschen übrig. In die schon lange währende Hängepartie um eine mögliche Sanierung der innerstädtischen Schule bringt die SPD mit einem neuen Vorschlag Bewegung. Die Sozialdemokraten regen einen Neubau des Gymnasiums in Gremmendorf an. Dafür haben sie zwei städtische Flächen westlich der ehemaligen York-Kaserne sowie am Heumannsweg im Auge.

„Die Verlagerung ist eine Option“, erklärt Ratsfraktionschef Dr. Michael Jung am Donnerstag auf einer Pressekonferenz eigens zu diesem Thema. Die SPD wolle mit diesem Vorschlag eine möglichst „breite Diskussion“ anstoßen. Aus Jungs Sicht lautet die Fragestellung: „Lohnt sich die Sanierung wirklich oder ist ein Neubau sinnvoller?“

Vorbild für Verlagerung

Das Schlaun-Gymnasium an der Sonnenstraße sei aktuell jedenfalls bautechnisch ein Totalschaden, meint Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD. Mit einem Neubau in Gremmendorf würde man die Schulentwicklungsplanung daran ausrichten, wo künftig Schülerinnen und Schüler seien. Bekanntermaßen soll auf dem Gelände der früheren Kaserne ein neues Stadtquartier mit rund 1800 Wohnungen geschaffen werden. Als Vorbild für eine erfolgreiche Verlagerung stehe das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das vom damaligen Hindenburgplatz in einen Neubau nach Gievenbeck verlegt wurde.

Mit Blick auf die denkbaren Alternativen hält die Ratsfrau einen komplett neuen Standort des Schlaun-Gymnasiums für sinnvoll. Denn angesichts des Sanierungsbedarfs müsse die Schule ansonsten jahrelang Unterricht auf einer Baustelle machen oder temporär komplett woanders untergebracht werden. „Aber ein Provisorium braucht die Schule nicht“, meint Feldmann nach Gesprächen mit der Schulgemeinschaft – auch wenn sie einräumt, dass das Herz der meisten wohl für den jetzigen Standort schlage.

Zwei Standorte denkbar

Zwei in Betracht kommenden Grundstücke im Eigentum der Stadt vereinfachen nach Einschätzung des Gremmendorfer SPD-Ratsherrn Mathias Kersting einen Umzug nach Gremmendorf. Im Bereich des Grünzugs zwischen Heeremansweg und York-Kaserne seien zwei Standorte denkbar, ohne dass dafür Wohnraum geopfert werden müsste. Die SPD geht von einem Flächenbedarf von vier Hektar aus. Eine etwas größere Fläche gehört der Stadt nach Kerstings Angaben im Dreieck Heumannsweg/Albersloher Weg. Weil der jetzige Acker aber als Gewerbegebiet vorgesehen sei, müsse dafür anderorts diese Nutzung ausgewiesen werden.

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