Verteilung der Schulsozialarbeit Schulausschuss stimmt Konzept zu

Münster -

Mehr Flexibilität oder Kontinuität in der Schulsozialarbeit – über diese Frage entspann sich am Dienstagabend im Schulausschuss eine kontroverse Debatte. Dabei standen sich vor allem zwei Lager gegenüber: die SPD auf der einen Seite – und die übrigen Parteien auf der anderen.

Von Markus Kampmann
Vor dem Stadthaus 2, in dem der Schulausschuss tagte, protestierten am Dienstagabend (v.l.) Ute Rösner, Nurcan Toprak und Marius Forner von der Schulpflegschaft der Paul-Schneider-Schule gegen die Pläne zur Neuverteilung der Personalressourcen in der Schulsozialarbeit.
Vor dem Stadthaus 2, in dem der Schulausschuss tagte, protestierten am Dienstagabend (v.l.) Ute Rösner, Nurcan Toprak und Marius Forner von der Schulpflegschaft der Paul-Schneider-Schule gegen die Pläne zur Neuverteilung der Personalressourcen in der Schulsozialarbeit. Foto: mfk

Denn die SPD wollte das Konzept der Verwaltung zur Neuverteilung der städtischen Personalressourcen für die Schulsozialarbeit (wir berichteten) nicht mittragen und brachte einen Änderungsantrag ein. Darin forderte sie einerseits grundsätzlich mehr Stellen für Schulsozialarbeiter; mindestens 0,5 Stellen sollte jede Schule erhalten. „Wenn die Decke zu kurz ist, muss die Decke größer werden“, sagte SPD-Ratsfrau Doris Feldmann. Andererseits machte sie deutlich, dass ihre Partei einem Zwei-Jahres-Turnus zur Neuverteilung der Personalressourcen – basierend vor allem auf sozialen Indikatoren – nicht zustimmen werde. Das bringe eine zu große Unruhe und zu wenig Kontinuität an die Schulen.

Dass künftig mehr Personal benötigt wird, sah auch die Ausschussvorsitzende, CDU-Ratsfrau Angela Stähler so. Sie kündigte eingangs der Debatte an, dass die CDU in den Etatberatungen für den nächsten Haushalt weitere Stellen beantragen werde. Zustimmung erhielt sie in dem Punkt auch vom Grünen- Ratsherrn Christoph Kattentidt. Aber, betonte der, zurzeit könne die Verwaltung nur mit dem vorhandenem Personal arbeiten.

FDP-Ratsherr Jörg Berens verwies auf die vielen Veränderungen an Schulen in den vergangenen Jahren. Die richtige Antwort darauf sei ein dynamisches Verteilungsmodell im Zwei-Jahres-Turnus, wie von der Verwaltung vorgeschlagen.

Bei Enthaltungen der SPD fand die Verwaltungsvorlage am Ende eine große Mehrheit. Der Rat entscheidet darüber am 4. Juli.

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