Debatte über Vorfahrt für Radler „Es ist Zeit, das mal auszuprobieren“

Münster -

Der Plan der Stadt Münster, an vier Übergängen in der Stadt die Vorfahrtsregelungen zu Gunsten von Radlern auf der Promenade zu ändern, erhitzt bei Facebook weiter die Gemüter.

Von Klaus Baumeister
 Promenadenquerung an der Kanalstraße
 Promenadenquerung an der Kanalstraße Foto: Matthias Ahlke

Dirk Janke hält die geplante Neuregelung für eine „ganz schlechte Idee“, weil sie Fußgänger und Autofahrer gegenüber „oft zu schnelle und rücksichtslose Fahrradfahrer“ benachteilige.

Reiner Stubenazy meint, dass es nur eine sinnvolle Methode gebe, die Autos aus Innenstadt zu halten: „Führt eine City-Maut ein. Das spült auch noch Geld in die klammen Kassen.“

Marita Jaensch schreibt: „Es gibt auch Bürger, die beides sind, Autofahrer und Radler. Somit kann ich beide verstehen, für mich gehört ein generelles Verbot für Lkw her. Lieferverkehr nur mit Sondergenehmigung.“

 Wolfgang Wolf steht der Änderung positiv gegenüber: „Es wird höchste Zeit, das endlich mal auszuprobieren. Erst danach wird man realistisch einschätzen können, ob das klappt oder nicht.“ Ganz anders die Meinung von Peter Henkenborg: „Da sind Unfälle und Eskalationen vorprogrammiert. Es ist so schon grenzwertig und gefährlich.“

Heiner Bücker hält dem entgegen: „Endlich! Vorfahrt für klimafreundliche Mobilität.“ Claudia Hazel beschreibt ihre Erfahrung so: „Die Fahrradfahrer in Münster halten eigentlich nie an, auch wenn sie Vorfahrt gewähren müssten. Sie halten auch mit Speed auf die Fußgänger zu, die gerade eine Straße überqueren.“

Richard Henrich kann das nicht nachvollziehen: Als Fußgänger habe er „eigentlich nicht mehr Probleme mit Radfahrern als mit dem motorisierten Verkehr“, schreibt er.

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