Verzögerung beim Neubau der Mathilde-Anneke-Schule Schule wird ein Jahr später fertig

Münster -

Auf die Lernhäuser, die Mensa und die Vierfachturnhalle werden Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Mathilde-Anneke-Schule länger warten müssen als gedacht: bis 2021. Etwa ein Jahr ist der Zeitplan für den Neubau im Rückstand, berichtete die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung am Freitag.

Der Neubau der Mathilde-Anneke-Schule – die früher nur Gesamtschule Münster-Ost hieß – wird ein Jahr später fertig als ursprünglich geplant.
Der Neubau der Mathilde-Anneke-Schule – die früher nur Gesamtschule Münster-Ost hieß – wird ein Jahr später fertig als ursprünglich geplant. Foto: Matthias Ahlke

Demnach berichtete Bau- und Umweltdezernent Matthias Peck der Baukommission darüber am Mittwoch.   „Wir wissen, dass die Verzögerung für die Schule schwierig ist. Wir werden jetzt mit dem verbleibenden Vorlauf von zwei Jahren Lösungen finden, um die Auswirkungen auf die Schulgemeinde möglichst gering zu halten“, so Schuldezernent Thomas Paal. Ziel sei es, „die gute Bildungsarbeit der Mathilde-Anneke-Schule unbeeinträchtigt zu ermöglichen“.

Die Ämter für Immobilienmanagement und für Schule und Weiterbildung arbeiteten mit weiteren Ämtern, den Architekten und Fachplanern im Projektteam eng zusammen. Die Schule mit Schulleiterin Birgit Wenninghoff sei natürlich mit im Boot. Sie sagt: „Selbstverständlich wären wir lieber schon 2020/2021 in den Neubau gezogen. Auf die konzeptionell gute Bildungsarbeit und das hohe Engagement des Teams der Mathilde-Anneke-Gesamtschule die Schule aufzubauen, hat die Bauverzögerung allerdings keine Auswirkungen.“

„An den konkreten Lösungen arbeiten Schule und Verwaltung intensiv“, betont Schulamtsleiter Klaus Ehling in der Mitteilung weiter. Die drängenden Fragen seien: Kann die Schule dann direkt sechszügig sein? Wie aktiviert die Stadt ausreichende Räume? Und wie stellt sie einen geregelten und guten Mensabetrieb sicher?

Zeitplan durcheinandergewirbelt

Auf der Suche nach Lösungen denke die Verwaltung groß und werde auch die Einbindung möglicher Partner im Umfeld der Schule sondieren. Die Planung für die technische Gebäudeausrüstung habe den Zeitplan durcheinandergewirbelt. Zu- und Abflussleitungen, Toiletten und Waschräume, Lüftung und Heizung – sobald es in der wichtigen Haustechnik hakt, könne auch der Rest nicht zuverlässig weitergeplant werden. „Ähnlich wie beim Auto“, erläutert Immobiliendezernent Matthias Peck. „Wenn das Fahrgestell schief ist, wird das Auto niemals störungsfrei laufen.“

Im vergangenen November trennte sich die Stadt nach wiederholten Auffälligkeiten vom verantwortlichen Fachplanungsbüro. „In nur wenigen  Tagen haben wir dem Büro gekündigt, eine Bestandsaufnahme mit dem Projektsteuerer gemacht und die notwendige europaweite Neuausschreibung für die Haustechnik auf den Weg gebracht“, beschreibt Peck. Noch hat der Neubau für die städtische Gesamtschule nicht begonnen, doch die Planung läuft eng verzahnt auf Hochtouren. 1400 Kindern wird die Schule einmal Raum geben. Das pädagogische Konzept hat die renommierte Montag-Stiftung begleitet, die Architektur ist auf das Lernen zugeschnitten.

Der Schulbau ist das zurzeit größte städtische Bauprojekt mit einer Bausumme von etwa 51 Millionen Euro.

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