Diskussion über Windthorststraße Provisorische Umgestaltung begeistert nicht

Münster -

Pläne der Stadtverwaltung für eine provisorische Umgestaltung der Windthorststraße zwischen Bahnhof- und Von-Vincke-Straße sind auch in der Bezirksvertretung Mitte weitgehend auf Ablehnung gestoßen. 

Von Dirk Anger
Diskussion über Windthorststraße: Provisorische Umgestaltung begeistert nicht
Die seit 2010 geplante Aufwertung der Windthorststraße ist nach Auffasung des Linken-Politikers Rüdiger Sagel „krachend gescheitert“. Foto: Martin Kalitschke

Auf eine Abstimmung darüber verzichtet das Gremium. Doch die Wortbeiträge ließen erkennen, dass es wenig Bereitschaft gibt, knapp 142.000 Euro für den Verwaltungsvorschlag freizugeben. Dieser sieht unter anderem die Reinigung des Pflasters, das Versetzen der Lampen und die Aufstellung neuer Bänke vor. Hochtrabende Pläne hatten sich im Rahmen einer Testphase als nicht umsetzbar herausgestellt.

Gegen einen „Schnellschuss“ wandte sich aber Grünen-Fraktionsvorsitzende Silke Rommel. Zustimmung erhielt sie von SPD-Fraktionschefin Marita Otte: „100.000 Euro für dieses Provisorium sind falsch ausgegeben.“ CDU-Vertreter Dr. Linus Tepe mahnte in diesem Sinne ebenfalls ein Gesamtkonzept an.

Neue Radwegeführung wird geprüft

Doch das dürfte nicht so schnell gehen, wie Andreas Thiel vom Stadtplanungsamt verdeutlichte: Angesichts der rund um den Hauptbahnhof laufenden Baumaßnahmen seien konkrete Aussagen erst 2023 möglich. Allerdings erklärte Thiel, dass die Verwaltung eine neue Radwegeführung über Engelenschanze und Herwarthstraße zum Bahnhof prüfe, um so die Windthorststraße perspektivisch zu entlasten.

Dabei soll die Ampelsteuerung zugunsten der Radfahrer verbessert werden. Doch selbst wenn alles gut liefe, wäre eine Umsetzung aufgrund einer Hotel-Baustelle auf dieser Achse zeitnah kaum möglich, so der Verwaltungsmitarbeiter weiter.

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