Nach Amokfahrt Polizei klärt Personenkontrolle in Münster auf

Münster -

Die Polizei in Münster hat die Hintergründe einer Personenkontrolle nach der Amokfahrt im Stadtzentrum aufgeklärt, die in den sozialen Netzwerken für Spekulationen gesorgt hatte. 

Von Stefan Werding
Nach Amokfahrt: Polizei klärt Personenkontrolle in Münster auf
Am Samstag wurde ein Inder vor dem Rathaus in Münster von Polizisten gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Foto: Screenshot

Am Wochenende war ein Video im Internet verbreitet worden, auf dem zu sehen ist, wie bewaffnete Polizisten vor dem Rathaus in Münster einen Mann auffordern, sich auf den Boden zu legen. Die Polizei teilte am Montag mit, bei dem Mann habe es sich um einen Inder gehandelt, der mit der Amokfahrt nichts zu tun gehabt habe.

Der Inder sei am Samstag mit einem Landsmann in der Nähe des Tatorts zu Fuß unterwegs gewesen. Als Polizisten beide kontrollieren wollten, habe einer der Männer die Aufforderungen der Beamten nicht verstanden. Daraufhin sei er gezwungen worden, sich auf den Boden zu legen. Bei der Kontrolle habe sich herausgestellt, dass die beiden Männer nichts mit der Amokfahrt vor der Gaststätte Kiepenkerl in der Nähe des Rathauses zu tun hatten.

Eine Sprecherin der Polizei in Münster sagte am Montag, dass Beamte dem jungen Mann „unmittelbar“ nach der Kontrolle ein Platzverbot ausgesprochen hätten, ansonsten habe er aber seiner Wege gehen können. „Die Kollegen waren zu dem Zeitpunkt noch relativ vorsichtig. Da gab es noch Zeugenhinweise, dass Mittäter flüchtig sein könnten“, sagte sie.

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