Seit Jahren liegt der Antrag vor „Lettmann-Platz bis zum Katholikentag“

Münster -

Seit Jahren setzt sich Richard Halberstadt für einen „Reinhard-Lettmann-Platz“ ein, der an den früheren Bischof von Münster erinnern soll. Doch seit Jahren verzögert sich die Namensgebung. Jetzt soll es bis zum Katholikentag klappen.

Von Ralf Repöhler
Der „Reinhard-Lettmann-Platz“ soll an der Überwasserkirche entstehen.
Der „Reinhard-Lettmann-Platz“ soll an der Überwasserkirche entstehen. Foto: Matthias Ahlke

Der CDU-Ratsherr Richard Halberstadt kann die jahrelange Verzögerung im Rathaus nicht verstehen. „Ich weiß nicht, warum in der Sache nichts passiert.“ Halberstadt regt mit Blick auf den Katholikentag vom 9. bis 13. Mai erneut an, dass die Stadt den im Jahr 2013 verstorbenen Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, mit einem Straßennamen ehrt. Halberstadt selbst hatte bereits im April 2013 den Vorschlag an die Stadtverwaltung geschickt.

Ein Teilbereich des Überwasserkirchplatzes – zwischen Kirche und Spiekerhof – soll den Namen „Reinhard-Lettmann-Platz“ tragen. „Ich würde mir wünschen, dass der Platz noch bis zum Katholikentag, wenn Zehntausende Besucher nach Münster kommen, eröffnet werden kann“, sagt Halberstadt.

Beschlüsse fehlen

Doch bislang fehlen die Beschlüsse. Die Bezirksvertretung (BV) Mitte, die für die Umbenennung von Straßen mit bezirklicher Bedeutung zuständig ist, soll sich nach den Osterferien erneut mit der Namensdebatte beschäftigen. Die Politik hatte den Beschluss im Dezember vertagt. Damals hatte sich die Debatte in der BV um den ausgewählten Platz, den potenziellen Namensgeber und die Zuständigkeit für die Entscheidung gedreht.

Die Verwaltung schweigt aktuell zu einem möglichen „Reinhard-Lettmann-Platz“ – erst recht zu einer Umbenennung bis zum Katholikentag. „Das weitere Verfahren wird zurzeit verwaltungsintern abstimmt. Hierzu gibt es aktuell leider noch keine neuen Erkenntnisse“, so eine Sprecherin knapp.

„Bis heute bei vielen Münsteranern sehr beliebt“

Das Bischöfliche Generalvikariat würde einen „Reinhard-Lettmann-Platz“ begrüßen. „Bischof Lettmann war fast 30 Jahre Bischof von Münster. Er war in Münsters Stadtgesellschaft sehr präsent und ist bis heute bei vielen Münsteranern sehr beliebt“, sagt Sprecher Dr. Stephan Kronenburg.

Das Bistum habe der Initiative zugestimmt. „Wir würden uns freuen, wenn ein Teilbereich des Überwasserkirchplatzes den Namen ,Reinhard-Lettmann-Platz‘ tragen würde. In unmittelbarer Nähe hat Bischof Lettmann in den letzten Jahren gewohnt“, so Kronenburg.

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