Nach TV-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ 30 Hinweise zum Einbruch bei Kalthoff

Münster -

Der Einbruch im Optikgeschäft Kalthoff wurde am Mittwoch zum Fall für Rudi Cerne. Bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ wurde der spektakuläre Diebstahl gezeigt. Es gibt Vermutungen, dass eine Bande dahinter steckt. Nach der TV-Sendung gab es zahlreiche Hinweise.

Von Anna Spliethoff
Moderator Rudi Cerne berichtete mit Fotos der Polizei Münster von dem Einbruch bei Kalthoff.
Moderator Rudi Cerne berichtete mit Fotos der Polizei Münster von dem Einbruch bei Kalthoff. Foto: Screenshot/ZDF-Mediathek

Der Einbruch bei Optik Kalthoff im November war spektakulär: Etwa 2500 Fassungen und Sonnenbrillen im Wert von über 250 000 Euro wurden gestohlen. Die Polizei Münster fandet seitdem nach den Tätern, seit Dezember sogar mit Phantombildern.

Das führte bisher jedoch nicht zum Erfolg. Deshalb wurde jetzt auf die Hilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ gesetzt. Bei Moderator Rudi Cerne war der Einbruch am Mittwochabend ein sogenannter Studiofall. Deshalb gab es keine nachgestellten Szenen, trotzdem bekam die Polizei bis zum Donnerstagnachmittag bereits 30 Hinweise, wie eine Polizeisprecherin sagte.

In der Sendung zeigte das ZDF Fotos aus dem leergeräumten Optikgeschäft Kalthoff an der Salzstraße. Auch die Phantombilder, die die Polizei in Münster im Dezember mithilfe von Zeugen erstellt hatte , wurden gezeigt. Denn es gibt den Verdacht, dass der Einbruch bei Kalthoff kein Einzelfall war. Es habe insgesamt bereits sieben solcher Fälle auf Optikgeschäfte gegeben.

„Erkennbar skrupellos“ und „abgebrüht“

Immer seien die Täter „erkennbar skrupellos“ und „abgebrüht“, so Cerne. Erst werde der Laden ausbaldowert, dann werde nachts „kurzerhand alles leergemacht“. Angefangen hat die Serie im vergangenen Oktober in Österreich, bis Anfang März gab es sechs Einbrüche in Deutschland, einer davon in Münster. Auch in Düsseldorf, im Raum Frankfurt, in Bayern und in Baden-Württemberg gab es ähnliche Einbrüche. „Der Schaden beläuft sich auf weit über eine halbe Million Euro“, betonte Rudi Cerne.

Die Polizisten möchten vor allem herausfinden, ob die drei mutmaßlichen Täter „Teil einer größeren, überregional agierenden Bande sind“, so Cerne. Auch Johannes Kleikamp, der mit seinem Vater Bernhard Kleikamp Eigentümer von Kalthoff ist, hofft endlich auf Aufklärung. „Wirtschaftlich ist das für uns abgehakt“, so Kleikamp, dafür gebe es Versicherungen. Doch aus emotionaler Sicht sei eine Aufklärung wichtig: „Dann könnten wir einen Schlussstrich ziehen.“

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