Veranstaltung abgesagt Warum das Hafenfest ins Wasser fällt

Münster -

Am Donnerstag platzte die Bombe: Das Hafenfest fällt in diesem Jahr aus. Letztlich machten eine Baustelle und ein nicht genehmigtes Sicherheitskonzept der beliebten Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung.

Von Karin Höller
Veranstaltung abgesagt: Warum das Hafenfest ins Wasser fällt
Solche Bilder wird es dieses Jahr nicht geben: Das Hafenfest fällt 2018 aus. Foto: Matthias Ahlke

Das beliebte Hafenfest, das im vergangenen Jahr rund 80.000 Besucher nach Münster lockte und in diesem Jahr eigentlich vom 1. bis 3. Juni stattfinden sollte, muss aus Sicherheitsgründen ausfallen . „Wir haben die Absage lange hinausgezögert“, um eventuell doch noch nach intensiven Verhandlungen mit den Behörden eine Erfolgsmeldung kommunizieren können“, sagt Renate Bratz vom Vorstand des MS Hafen e.V. Doch letztendlich sei das bei der Stadt vorgelegte Sicherheitskonzept an fehlenden Fluchtwegen gescheitert.

Klimmzüge hatten die Hafenfest-Organisatoren ohnehin machen müssen, da das Fest wegen der Baustellensituation diesmal nicht wie gewohnt an der Nordseite des Hafenbeckens stattfinden kann und deshalb erstmals auf die Südseite verlagert werden sollte.

Südseite nicht für Hafenfest geeignet

„Wir haben Flächen zur Verfügung gestellt, um zum Gelingen des Fests beitragen zu können“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Florian Adler auf Anfrage. Es habe Einigkeit bestanden, wie weit die Festmeile reichen dürfe, „um auch das Stadtwerke-Betriebsgelände noch zu erreichen. Auf die Genehmigung des Sicherheitskonzepts beim Ordnungsamt habe man allerdings keinen Einfluss. Gescheitert seien die Bemühungen unter anderem an dem nicht befestigten Hafenkai, „der im Notfall nicht von Feuerwehrfahrzeugen hätte befahren werden können“, bedauert Bratz und stellt zugleich fest: „Sicherheit hat Vorrang.“

Zugleich macht sie deutlich, dass die ins Auge gefasste Lösung auf der Hafensüdseite zudem nicht optimal gewesen wäre. „Wir hätten eine kleinere Fläche als sonst nutzen und auch nur zwei Bühnen aufbauen können.“ Doch das Hafenfest lebe von seinem qualitativ hochwertigen Musikprogramm auf bislang drei Bühnen und mehreren Walkacts. Bratz: „Letztendlich erwiesen sich die Flächen, die nach vielen Gesprächen auf der Südseite zur Verfügung gestellt werden konnten, als unzureichend und lassen kein Fest zu, das Ausstellern und Zuschauern gerecht wird.“

Fehlender Fluchtweg auf der Nordseite

Ein wesentlicher Grund, warum das Hafenfest nicht mehr wie seit 2001 gewohnt, auf der Nordseite des Hafenbeckens stattfinden kann, sei der weggefallene Hauptfluchtweg gewesen – vom Hafenweg über das Stroetmann-Gelände. Dies steht jedoch kurz vor der Bebauung und ist daher nicht mehr als Fluchtweg zur Verfügung. Eine weitere Unwägbarkeit: der bevorstehende Abriss der Osmo-Hallen.

Der Hafenverein dankt allen bisherigen treuen Künstlern, Ausstellern, Sponsoren und Kooperationspartnern und hofft, „dass wir gemeinsam mit den Behörden 2019 wieder ein Fest realisieren können“, so Bratz. „Jetzt haben wir ja genug Vorlauf.“ Möglicherweise müsse der Verein dann auf eigene Kosten den Hafenkai befestigen lassen – eine Maßnahme, die ursprünglich später bis 2021 erfolgen sollte.

Auch bei den Stadtwerken gibt man sich zuversichtlich. Stadtwerke-Sprecher Adler: „Wir werden sicherlich eine Lösung finden, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.“

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