AfD auf dem Katholikentag Streit nimmt an Schärfe deutlich zu

Münster -

Darf der AfD-Bundestagsabgeordnete Volker Münz an einer Veranstaltung beim Katholikentag in Münster teilnehmen oder nicht? Über diese Frage wird weiter heftig gestritten.

Von Klaus Baumeister
AfD auf dem Katholikentag: Streit nimmt an Schärfe deutlich zu
Der geplante Auftritt eines AfD-Politikers beim Katholikentag in Münster sorgt für Streit. Foto: Oliver Werner (Archiv)

Die Initiative „AfD ausladen – Münsteraner Erklärung für eine mutige Kirche“ freut sich zwar über das „lokal wie überregional große Interesse“, auf das man gestoßen sei. Zugleich aber bedauert man, dass bei der Leitung des Katholikentages keinerlei Bewegung erkennbar sei. Es bestehe keine Bereitschaft, so Mitinitiator Philipp Geitzhaus, „über eine Ausladung auch nur zu diskutieren“.

AfD kritisiert Initiative scharf

Unterdessen kommt harsche Kritik an der Theologen-Initiative vom münsterischen AfD-Kreisvorsitzenden Martin Schiller. Die Initiative argumentiere „polemisch und vorverurteilend“. Schiller: „Knapp sechs Millionen Menschen haben bei der Bundestagswahl die AfD gewählt. Sie ist Teil unserer Gesellschaft. Sie stellt die drittstärkste Fraktion im Bundestag. Sie ist ein politischer Faktor. Eine Einladung der AfD erkennt die politischen Gegebenheiten an.“

AfD-Gegner warnen vor "Dammbruch"

Die Gegner einer AfD-Präsenz auf dem Katholikentag indes warnen vor einem „Dammbruch“. Die Positionen der AfD seien „menschenfeindlich, rassistisch und damit in höchstem Maße unchristlich“.

Um so unverständlicher sei, dass der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Prof. Thomas Sternberg, die Einladung an die AfD ausgesprochen habe und sich nun weigere, diese wieder zurückzunehmen, so Philipp Geitzhaus weiter.

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