Fußball: 3. Liga Stadt Münster prüft Stadionmiete: Preußen-Präsident Strässer bleibt gelassen

Münster -

Die Profi-Kicker stehen nicht mehr im Dienst eines Vereines, sondern im Dienst eines Unternehmens. SCP-Präsident Strässer sieht darin aber keine Gefahr für die unentgeltliche Nutzung des Stadions an der Hammer Straße.

Von Klaus Baumeister

Wenn etwas geprüft wird, heißt das noch lange nicht, dass etwas nicht in Ordnung ist. Frei nach diesem Motto reagiert der Preußen-Präsident Christoph Strässer am Mittwoch gelassen auf ein Thema, über das im Internet eifrig diskutiert wird.

Es geht um die Frage, ob der SC Preußen künftig eine Stadionmiete zahlen muss. Genauer gesagt: Hat die Ausgliederung der Profi-Abteilung der Preußen eine Auswirkung auf den bestehenden Überlassungsvertrag, der die Basis bildet für die bislang unentgeltliche Nutzung des Stadions an der Hammer Straße? Das Stadion ist bekanntlich eine städtische Immobilie.

Das städtische Presseamt reagiert auf eine Anfrage der Stadt Münster mit der schriftlichen Auskunft: „Aktuell prüft die Stadt gemeinsam mit der Bezirksregierung Münster, ob die Rechtsformänderung im SCP Auswirkungen auf den Überlassungsvertrag hat. Ergebnisse liegen noch nicht vor.“

Diese Auskunft deckt sich mit den Informationen von Christoph Strässer, der aber auch gleich hinzufügt: „Wir hatten in dieser Angelegenheit einen intensiven Kontakt mit dem Sportamt.“

Dass die erste Mannschaft des SC Preußen, die bislang unter dem Dach eines Vereines spielte, jetzt eine Kapitalgesellschaft bildet, ist für den Präsidenten unbestritten. Er selbst hat für diese Änderung gekämpft und bei einer Mitgliederversammlung im Januar dafür auch eine Zustimmung erhalten.

Zugleich aber legt Strässer Wert auf die Feststellung, dass auch „bislang schon Profifußballer im Stadion präsent waren“. Mit anderen Worten: „Ich sehe da keinen Konflikt“, so seine Bewertung.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich – aus Sicht der Stadt Münster – der Vertragspartner geändert hat und deshalb eine Prüfung fällig ist, ob die bisherigen Konditionen weiter in der bisherigen Form bestehen können.

Aktuell gilt das Verhältnis zwischen Stadt und Preußen als belastet, weil die Stadt die Pläne für einen Stadion-Neubau nicht unterstützt. Vor diesem Hintergrund könnte eine Stadionmiete an der Hammer Straße zum Politikum werden.

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