IHK-Regionalausschuss diskutiert über fehlenden Wohnraum Sorge um Wohnungsengpass

Münster -

Fehlender Wohnraum in Münster stellt sich zunehmend für Betriebe als Standortnachteil heraus. Und ein Ende der Wohnungsmisere zeichnet sich nicht ab.

Der IHK-Regionalausschuss zu Gast bei Brillux (v. l.): Lukas Schulze Brock, Fabian Roberg, Julian Sievers und Joachim Brendel.
Der IHK-Regionalausschuss zu Gast bei Brillux (v. l.): Lukas Schulze Brock, Fabian Roberg, Julian Sievers und Joachim Brendel. Foto: Brillux

Die Engpässe im Wohnungsmarkt machen auch den Unternehmern in Münster immer mehr zu schaffen. Dies wurde auf der Frühjahrssitzung des IHK-Regionalausschusses für die Stadt Münster im Brillux-Turm an der Weseler Straße mehr als deutlich, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Situation ist für die Betriebe hier längst zu einem echten Standortnachteil geworden“, so Ausschussvorsitzender und IHK-Vizepräsident Fabian Roberg.

Der Gastgeber, die Brillux GmbH und Co. KG, stehe stellvertretend für viele unternehmerische Erfolgsgeschichten im Stadtgebiet. Neben der Bereitstellung ausreichender Entwicklungsflächen für Industrie und Gewerbe sei für die Unternehmen die Lösung der Wohnungsmisere in der Stadt ein ganz zentrales Thema. „Wir laufen Gefahr, Mitarbeiter, die wegen des Wohnungsmangels in Münster zum Beispiel nach Warendorf ziehen und auf dem Weg zum Arbeitsplatz nach Münster täglich im Stau stecken, über kurz oder lang wieder zu verlieren“, beschreibt Roberg die Problematik. In Zeiten des Fachkräftemangels könnten die Unternehmen diese Situation nicht einfach hinnehmen.

Gastreferent Mattias Bartmann, zuständig für das Baulandprogramm der Stadt, verwies auf die vom Rat beschlossene Wohnungsbauoffensive der Stadt, die die Schaffung von 2000 neuen Wohneinheiten pro Jahr zum Ziel habe. Gleichzeitig räumte er ein, dass man mit derzeit rund 1700 Einheiten pro Jahr noch hinter der politischen Zielsetzung zurückbleibe. Er betonte, dass der Fehlbedarf durch Verdichtungen im Bestand und kleinräumige Innenentwicklungen allein kaum beseitigt werden könne. Daher prüfe man die Möglichkeiten zur Entwicklung eines neuen Stadtteils.

Lukas Schulze Brock, Leiter der Brillux-Akademie, betonte: „Wir setzen auf den Bereich Personalentwicklung und fördern unsere Beschäftigten. Das ist ein strategisches Handlungsfeld.“

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