Millionenschwerer Kasernen-Deal SPD reagiert: „Oberbürgermeister muss Klarheit schaffen“

Münster -

„Gespannt wartet die SPD-Ratsfraktion auf Details des angekündigten Vertragsabschlusses über den Ankauf der ehemaligen Kasernenflächen in Gievenbeck und Gremmendorf.“ 

Millionenschwerer Kasernen-Deal: SPD reagiert: „Oberbürgermeister muss Klarheit schaffen“
Die Oxford-Kaserne in Gievenbeck (oben) und die York-Kaserne in Gremmendorf. Foto: Kay Böckling

Mit diesen Worten reagiert der SPD-Ratsherr Mathias Kersting auf die bekannt gewordenen Informationen, wonach für April ein Notar-Termin angesetzt ist. 

Kersting weist darauf hin, dass dazu bislang keine offiziellen Informationen der Stadt vorliegen. „Eine Bewertung fällt daher momentan schwer, wenngleich es natürlich erst einmal eine gute Nachricht ist, dass nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen jetzt anscheinend Bewegung in die Sache kommt“, so Kersting.

An Spekulationen über den Preis, den die Stadt für die Flächen zu zahlen habe, wolle sich die SPD nicht beteiligen. „Entscheidend wird aber die Frage sein, welche Verabredungen der Oberbürgermeister mit dem Land zur Verlagerung und Finanzierung der geplanten Zentralen Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete treffen konnte.“ Hier werde bislang ja nur geraunt, dass es „um einen Millionenbetrag“ gehe.

Der Oberbürgermeister sollte nach SPD-Ansicht „lieber schnell Klarheit schaffen, anstatt Spekulationen und Stimmungsmache weiter ins Kraut schießen zu lassen“, wie es in einer Presseerklärung heißt.

Der SPD-Ratsherr Robert von Olberg legt Wert auf die Feststellung, dass die für die Entwicklung der ehemaligen Kasernenfläche in Gremmendorf für Wohnzwecke notwendige Verlagerung der dort befindlichen Landeseinrichtung für die Stadt immer mit Kosten verbunden gewesen sei.

„Wer die Debatte ehrlich führt, weiß, dass der Freizug der York-Kaserne für die Stadt nie zum Nulltarif zu haben war.“ Auch die vom Rat abgelehnte Ansiedlung einer Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) in Münster wäre für die Stadt mit Kosten verbunden gewesen, heißt es in der SPD-Mitteilung weiter.

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