Mühlenhof Wie sich das Freilichtmuseum für die Zukunft aufstellen will

Münster -

Der neue Vorstand im Mühlenhof-Freilichtmuseum erarbeitet eine „Entwicklungsplan 2030“ und will mit einem Museumskonzept die Bevölkerung für das Areal am Aasee begeistern.

Von Helmut P. Etzkorn
Dr. Wolfgang Echelmeyer will mit dem „Entwicklungsplan 2030“ eine Zukunftsperspektive für das Freilichtmuseum erarbeiten lassen.
Dr. Wolfgang Echelmeyer will mit dem „Entwicklungsplan 2030“ eine Zukunftsperspektive für das Freilichtmuseum erarbeiten lassen. Foto: hpe

Nur Blaudruck und Klöppeln reicht auf Dauer nicht, um wirtschaftlich überleben zu können. Für das Mühlenhof-Freilichtmuseum soll deshalb rasch ein Museums-Konzept von den Volkskundlerinnen Elke Berner, Elisa Groß und Anne Wieland erarbeitet werden. Gleichzeitig möchte das Team um Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Echelmeyer die Geschichte der Hofanlage komplett aufarbeiten. Unterstützt werden die Akteure dabei von Dr. Jan Carstensen, dem Chef des Freilichtmuseums in Detmold.

„Wir wollen die Bevölkerung mit neuen Ideen für ihr Juwel mitten in Münster begeistern“, so Echelmeyer. Mehr Attraktivität hänge auch stark ab von staatlichen Fördergeldern. Und die Mittel fließen nur, wenn vorher ein Konzept vorgelegt werden könne.

Was getan werden soll:

Deshalb soll es nicht nur eine bislang fehlende historische Bestandsaufnahme des 1961 von Baas Theo Breider initiierten Freilichtmuseums geben, sondern eine „strukturierte Zukunftsper­spektive“. Dazu gehört auch ein Zeitplan, bis wann sechs bislang zerlegte Gebäude auf dem Areal aufgebaut werden können. Ein altes Feuerwehr-Spritzenhaus soll schon bald installiert werden. Gleichzeitig sollen die Außenanlagen attraktiver werden. Die Bäume und Sträucher hin zum Aasee sind bereits gerodet, am Sandsteinhaus entsteht ein Kinderspielplatz, und der Dorfkrug bekommt eine Außengastronomie.

Thema „Neuer Geschäftsführer“

Auch das Thema „Neuer Geschäftsführer“, das laut Echelmeyer für die weitere Entwicklung unverzichtbar ist, will der Vorstand um Dr. Markus Johow zügig regeln. Mit dem Lehrstuhl für Kulturanthropologie an der Uni sind Lehrveranstaltungen über zwei Semester zur Geschichte des Mühlenhofes geplant, die Kunstakademie um Rektor Prof. Mike Löbbert soll mit seiner Meisterklasse im Mühlenhof präsent werden.

In einer Vortragsserie geht es zudem um „Leibeigenschaft im Fürstbistum“ sowie Auswanderung, alte Hofnamen, westfälische Erinnerungsorte und Mühlen. Hannes Demming und Heinz Lenkenhoff reden auf Plattdeutsch über die „Jugendzeit im Münsterland“. „Der Mühlenhof soll ein Treffpunkt für alle Generationen sein und mit neuen Ideen überraschen“, so Echelmeyer.

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