Aktionsplan Nahmobilität
Verkehrsministerium fördert landesweit 118 Projekte für Fußgänger und Radfahrer

Düsseldorf/Münster -

Um die Nahmobilität in Nordrhein-Westfalen zu verbessern, werden in diesem Jahr landesweit 118 neue Projekte gefördert. Darunter zwei in Münster.

Montag, 26.03.2018, 13:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2018, 13:47 Uhr
Foto: colourbox.de (Symbolfoto)

Im Rahmen des Aktionsplans Nahmobilität stellt das Verkehrsministerium hierfür insgesamt 12,8 Millionen Euro zur Verfügung. Zuzüglich der kommunalen Investitionsmittel steigt das mögliche Bauvolumen damit auf etwa 20 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Verkehrsministeriums.
 
Anlässlich der Veröffentlichung des Förderprogramms sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Eine gut funktionierende Nahmobilität macht unsere Städte und Gemeinden lebenswerter. Schon heute werden in Deutschland mehr als ein Drittel aller Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt. Diesen Anteil wollen wir weiter steigern. Wenn unsere Rad- und Fußwege besser werden, können noch mehr Autos stehen bleiben. Das entlastet die Straßen und schont die Umwelt.“

Regeln auf Fahrradstraßen

1/8
  • 1 Schild dpa

    Was ist denn eine Fahrradstraße? Mit diesem Schild können viele Verkehrsteilnehmer wenig anfangen. 1997 wurden durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung die Regeln für Fahrradstraßen festgelegt:

    Foto: dpa
  • Als Fahrradstraßen werden Straßen bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen sind.  Sie sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen.

    Foto: Jan Hullmann
  • In Deutschland ist die Nutzung einer solchen Fahrradstraße dem Radverkehr vorbehalten. Radfahrer dürfen hier auch nebeneinander fahren.

    Foto: Michael Grottendieck
  • Soll die Straße auch durch andere Fahrzeuge befahren werden, muss dies durch Zusatzzeichen ausgeschildert sein. So kann zum Beispiel der Autoverkehr für Anlieger oder nur in eine Richtung erlaubt sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße Vorrang vor Autos und anderen Fahrzeugen, welche diese Straße benutzen. Doch dies bedeutet nicht, dass Fahrradfahrer auch an Kreuzungen Vorfahrt haben, hier gilt – sofern nichts anderes ausgeschildert wurde – „rechts vor links“.

    Foto: Jan Hullmann
  • Andere Kraftfahrer müssen sich auf der Fahrradstraße dem Radverkehr anpassen, sodass ein Behinderung oder Gefährdung der Radfahrer vermieden wird. Das gilt insbesondere auch für Überholvorgänge. Dabei muss ein ausreichender Seitenabstand - laut Rechtsprechung mindestens  1,5 Meter - eingehalten werden.

    Foto: Tobias Denne (Archiv)
  • Auf einer Fahrradstraße muss die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen  immer angepasst sein. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen beträgt darüber hinaus immer 30 km/h. Darauf weist auch dieses Schild am Lindberghweg in Münster hin.

    Foto: Stadt Münster (Archiv)
  • Zu den zwölf bestehenden Fahrradstraßen in Münster sollen noch zehn weitere hinzukommen.

    Foto: Martin Kalitschke, Grafik: Jürgen Christ

 
Mit dem Programm werden nicht nur Rad- und Gehwege sowie Fahrradabstellanlagen gefördert, sondern auch die Digitalisierung in der Nahmobilität, Wegweisungssysteme, Öffentlichkeitsarbeit und diverse Serviceangebote wie Ladestationen für Pedelecs. Neben der Finanzierung der neuen Fördervorhaben stehen auch über drei Millionen Euro zur Weiterfinanzierung der laufenden Maßnahmen zur Verfügung. Insgesamt sind im Landeshaushaltsplan 16,1 Millionen Euro Kassenmittel ausgewiesen. Das ist eine Steigerung um eine Million Euro gegenüber dem Vorjahr.
 
Die Radschnellwegprojekte in Nordrhein-Westfalen werden gesondert gefördert, denn sie müssen zunächst von den Regionalräten beschlossen werden. Nähere Details hierzu werden Mitte des Jahres bekannt gegeben.

Neben den kommunalen Projekten investiert das Land Nordrhein-Westfalen in die Rad- und Fußwege an Landesstraßen 12,4 Millionen Euro. Das sind fünf Millionen Euro mehr, als im letzten Jahr umgesetzt wurden.

Diese Projekte in Münster erhalten eine Förderung:

- Verkehrssichere Ausgestaltung von Kreisverkehrsplätzen

- Fahrradstraße Lindberghweg - Lütkenbecker Weg von Heumannsweg bis Schillerstraße (1.800 m)

Die 118 Projekte

Diese Projekte werden gefördert (inkl. Auflistung aller Kosten) [PDF]

...

 

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5619781?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Kanalbrücke: Der Neubau ist ein „Schmalhans“
Bei einer ersten Infoveranstaltung stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine am Mittwoch in Münster die Pläne für die neue Kanalbrücke der Wolbecker Straße vor. Bis 2021 soll alles fertig sein (v.l.): Heinz-Jakob Thyßen sowie die Bauleiter Franziska Finke und Daniel Feismann.
Nachrichten-Ticker