Mathematiker im Forschungsnetzwerk Schärfere Digital-Bilder sind das Ziel

Münster -

Forschertreffen in Münster: 16 Universitäten und sieben Partner aus der Industrie sind beteiligt an einem europäischem Forschungsnetzwerk, das sich mit neuen Methoden der Bild- und Datenverarbeitung in der Angewandten Mathematik befasst.

Von Karin Völker
Die Teilnehmer des Forschungsnetzwerks aus elf Nationen trafen sich jetzt zum ersten Mal in Münster.
Die Teilnehmer des Forschungsnetzwerks aus elf Nationen trafen sich jetzt zum ersten Mal in Münster. Foto: WWU

Vertreter aller Hochschulen aus elf Nationen haben sich jetzt zum ersten Mal auf Einladung der Koordinatoren Prof. Dr. Martin Burger und Dr. Daniel Tenbrink von der Arbeitsgruppe für mathematische Bildverarbeitung vom Institut für angewandte Mathematik der Uni Münster getroffen.

Die Europäische Kommission unterstützt den Wissenschaftler-Austausch mit 1,1 Millionen Euro.

Gemeinsam befassen sich die Mathematiker und Ingenieure für vier Jahre mit „nichtlokalen Beziehungen“ in Datensätzen.

Was abstrakt klingt, kann im Alltag helfen – beispielsweise, um Algorithmen zur Korrektur digitaler Bilder genauer und stabiler zu machen. Die Experten ziehen dafür weiter entfernt liegende Pixel zu Rate – zum Beispiel gezielt ausgewählte Bildpunkte aus der Frisur, um fehlerhaft abgebildete Stellen im Haar zu rekonstruieren.

Diese „nichtlokalen“ Methoden sollen helfen, die Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen zu verbessern. Im Fokus des Projekts namens „NoMADs“ stehen neben der klassischen Bildverarbeitung die medizinische Bildgebung und die Materialforschung. Mögliche Anwendungen sind, so die Forscher, etwa Daten einer Ganzkörper-Computertomografie-Aufnahme.

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