Wohn- und Stadtbau investiert rund 80 Millionen Euro Schöner wohnen im Baugebiet „Lorenzgrön“

Münster-Hiltrup -

Der Name für das Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Eschweiler an der Westfalenstraße klingt vielversprechend: „Lorenzgrön“ nennt die Wohn- und Stadtbau ihr 80-Millionen-Euro-Projekt auf dem rund dreieinhalb Hektar großen Areal.

Von Helmut P. Etzkorn
Auf große Resonanz stieß am Mittwochabend die Vorstellung des städtebaulichen Entwurfs für das neue Baugebiet „Lorenzgrön“. Links Ulrich Winter (Stadtplanungsamt), daneben Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Dr. Christian Jaeger und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt. Ganz rechts im Bild: Architektin Henrike Thiemann. Foto: Etzkorn
Auf große Resonanz stieß am Mittwochabend die Vorstellung des städtebaulichen Entwurfs für das neue Baugebiet „Lorenzgrön“. Links Ulrich Winter (Stadtplanungsamt), daneben Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Dr. Christian Jaeger und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt. Ganz rechts im Bild: Architektin Henrike Thiemann. Foto: Etzkorn Foto: hpe

Ab März 2019 sollen dort rund 170 Wohnungen, 24 Einfamilienhäuser, ein neuer und dann doppelt so großer Lidl-Markt und eine Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte entstehen.

Und „Lorenz“ steht in Münsters alter Masematte-Sprache für die Sonne, die auf ein „grönes“ Quartier mit viel Grün scheinen soll. Das Interesse der Hiltruper ist jedenfalls groß: Zur Vorstellung des städtebaulichen Entwurfs am Mittwochabend kamen rund 130 Bürger in die Stadthalle. Weit mehr, als erwartet.

Die Erschließung auch während der bis 2023 dauernden Bauphase wird ausschließlich über die bereits vorhandene Zufahrt Westfalenstraße erfolgen. Bevor die Bagger anrollen, wird der Knotenpunkt Westfalenstraße/ Hummelbrink/ Zufahrt Lidl/Ärztehaus ausgebaut und bekommt zusätzliche Abbiegspuren ins Baugebiet. Ampeln sollen den Verkehr regeln. Statt der bislang rund 1700 Autos (Lidl, Ärztehaus) werden später pro Tag bis zu 3400 Fahrzeuge ins „Lorenzgrön“ abbiegen.

Im ersten Bauabschnitt entsteht der neue Supermarkt, über und neben der Einzelhandelsfläche sind Wohnungen und eine Dachbegrünung geplant. Steht der neue Lidl-Markt, kann der Discounter umziehen. Dann wird der Altbau abgebrochen und macht Platz für den ersten von insgesamt vier Wohnhöfen.

Der Grünkorridor im Westen bleibt mit seinem wertvollen Baumbestand aus Eschweilers Zeiten größtenteils erhalten. Mehrere Rad- und Fußwege durchkreuzen das Wohngebiet, es wird eine verkehrsberuhigte Straße geben. Einzelhandel und Ärztehaus bekommen rund 144 Stellplätze, die Mieter in den Wohnhöfen können ihre Autos in Tiefgaragen abstellen und vor den mehrgeschossigen Gebäuden gibt es einige Besucherparkplätze. Erste Wohnungen sollen 2021 fertig sein.

Die kompakte Bebauung („Die Klötze passen nicht zu Hiltrup“) gefällt nicht allen. Auch wird bezweifelt, ob die eine Zufahrt für alle das erwartet große Verkehrsaufkommen überhaupt verkraften kann. Anwohner im Westen haben Sorgen, dass viele der alten Eschweiler-Bäume geopfert werden.

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