Halle Münsterland zieht Bilanz Bestes Ergebnis seit Bestehen

Münster -

Das Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland hat am Dienstag das beste Jahresergebnis seit Bestehen präsentiert. Unter anderem wurde erstmalig überhaupt ein Jahresüberschuss erzielt.

Von Martin Kalitschke
Halle Münsterland zieht Bilanz: Bestes Ergebnis seit Bestehen
Dr. Ursula Paschke, Geschäftsführerin der Halle Münsterland und Prokurist Okan Özer bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017. Foto: Matthias Ahlke

Mit einem Umsatz von 10,12 Millionen Euro wurde zum ersten Mal die Zehn-Millionen-Marke überschritten, zudem schrieb das städtische Tochterunternehmen mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 498.000 Euro erstmalig überhaupt schwarze Zahlen. Für Geschäftsführerin Dr. Ursula Paschke ist das „ein sensationeller Erfolg“.

2017 war ein „Ausnahmejahr“

Zugleich räumt Paschke ein, dass 2017 ein „Ausnahmejahr“ war. So wurde ein Großteil des Umsatzes von der Internationalen Ausstellung Fahrwegtechnik (IAF) erwirtschaftet, die Ende Mai 15.500 Besucher aus aller Welt nach Münster lockte. Diese Messe findet allerdings nur alle vier Jahre statt. Daher rechnet die Geschäftsführerin auch erst wieder für 2021 mit einem Jahresüberschuss – also in jenem Jahr, wenn die IAF erneut nach Münster kommt. 2018, 2019 und 2020 wird der Umsatz nach den Prognosen der Halle wieder unter 9,5 Millionen Euro liegen, zudem werde die Halle in diesen Jahren wieder Verluste schreiben.

2017: 575.000 Besucherinnen und Besucher

Insgesamt kamen im Jahr 2017 575.000 Besucherinnen und Besucher in die Halle Münsterland, rund 50.000 mehr als im Vorjahr. Vor allem der Bereich Kongresse, Messen und Tagungen entwickelte sich laut Paschke hervorragend – hier stieg die Besucherzahl von 255.000 im Jahr zuvor auf 320.000. „Man nimmt uns sehr stark über Konzerte und große Publikumsveranstaltungen wahr“, sagt Paschke. „Wirtschaftlich sind aber Kongresse und Messen für uns von entscheidender Bedeutung.“ Auch für den Standort Münster, wie die Geschäftsführerin betont. Die sogenannte Umwegrentabilität – also der Betrag, den Besucher von Veranstaltungen in der Halle Münsterland in Hotels, Restaurants und Geschäften in Münster ausgeben – lag im vergangenen Jahr laut Halle Münsterland bei 53,7 Millionen Euro. Das Messe- und Congress-Centrum ist damit nach Einschätzung des Aufsichtsrates „ein echter Wirtschaftsfaktor für Münster“.

Wünschenswert: Bessere Zugverbindungen

Nach so vielen guten Nachrichten muss Paschke auf die Frage, ob es denn gar keine Baustellen in ihrem Unternehmen gebe, ein paar Sekunden überlegen. „Wir haben einen guten Lauf“, sagt die Geschäftsführerin, „wir sind gut aufgestellt, arbeiten gut mit der Kongressinitiative zusammen, haben wichtige Arbeiten an der Infrastruktur abgeschlossen.“ Nachholbedarf sieht sie in anderen Bereichen – darunter bei der Erreichbarkeit. Mehr direkte Zugverbindungen nach Berlin, ohne den lästigen Umstieg in Hamm, seien wünschenswert, so Paschke. Zufrieden ist sie mittlerweile mit der Hotelsituation in Münster, die sie in den vergangenen Jahren wiederholt kritisiert hatte. Dank mehrerer geplanter Neubauten „wird nun alles gut, wir sind glücklich mit der Situation“.

Die Veranstaltungs-Höhepunkte 2018

Am Sonntag (18. März) spielt Jürgen Drews in der Halle Münsterland, nur drei Tage später, am 21. März, macht die Show „Lord of the Dance“ Station in Münster. Bis Jahresende ist eine Reihe weiterer publikumsträchtiger Veranstaltungen in der Halle Münsterland geplant. Mit den „Editors“ kommt am 24. März eine angesagte Musikgruppe nach Münster. Am 17. April steigt das „Große Schlagerfest“ mit Florian Silbereisen, am 28. und 29. April findet wieder die größte Teddybären-Messe der Welt statt. Mario Barth kommt am 29. April, die Ehrlich Brothers zaubern am 18. Mai. BAP hat sich für den 29. Oktober angekündigt, Katie Melua singt am 14. November. Am 9. Dezember kommt Max Raabe, am 15. Dezember spielen die Donots. Daneben finden vom 9. bis 13. Mai vier Tage lang Veranstaltungen des 101. Deutschen Katholikentages in der Halle Münsterland statt. Unter anderem werden hier Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel erwartet.

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