Die münsterische Band „Orange“ Musik aus der Viertelkneipe

Münster -

Für die fünf Hobbymusiker von der Band „Orange“ gibt es nichts Schöneres, als in einer Viertelkneipe Musik zu machen. Deshalb haben sie sich für die Release-Party des dritten Albums genau eine solche Kneipe gesucht.

Von Anna Spliethoff
Freuen sich auf den Release des dritten Albums (v.l.): Steffen Hartmann, Helge-Paul Traue, Stefan Befeld, Thomas Sorig und Marcel Märtens
Freuen sich auf den Release des dritten Albums (v.l.): Steffen Hartmann, Helge-Paul Traue, Stefan Befeld, Thomas Sorig und Marcel Märtens Foto: Privat

Die Musik der münsterischen Band erinnert gleich an Blur oder Oasis. Doch die Stilrichtung Britpop war längst nicht mehr populär, als sich „Orange“ gegründet hat. „Aber das ist die Musik, die uns gefällt“, sagt Helge-Paul Traue. Er ist der Sänger der fünfköpfigen Band.

Seit 2004 gibt es „Orange“, in diesem Monat erscheint nach 2006 und 2011 mit „Orange London“ das dritte Album. Zu der Band gehören neben Traue noch Thomas Sorig (Gitarre), Steffen Hartmann (Gitarre), Stefan Befeld (Bass) und Marcel Märtens (Schlagzeug). Die Release-Party für die neue CD findet am 23. März statt.

Vom Pädagogen über einen Förster bis zum Tontechniker – die Berufe der fünf Hobbymusiker könnten kaum unterschiedlicher sein. Die Männer kommen alle aus Münster, nur Schlagzeuger Marcel Märtens wohnt mittlerweile in Everswinkel. Seit der Gründung habe sich die Besetzung aber mehrfach geändert, sagt Helge-Paul Traue: „Aus der Urbesetzung sind nur noch zwei Mitglieder übrig.“

Traue selbst hat die Band vor 14 Jahren gegründet. Mit dabei war Schlagzeuger Marcel Märtens. „Marcel und ich hatten den gleichen Schlagzeuglehrer. Wir kennen uns schon seit unserer Jugend“, sagt Traue. Da beide den gleichen Musikgeschmack hatten, habe man irgendwann eine Band gründen wollen. Wie man dabei auf den Namen „Orange“ gekommen sei, kann Helge-Paul Traue aber nicht erklären: „Wir fanden, das klang am besten.“

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„Orange“ spielen am 24. März (Samstag) um 19 Uhr in der Nordschänke, Kanalstraße 40.

Einmal pro Woche wird geprobt, einen Raum dafür haben sie auf einem Bauernhof zwischen Wolbeck und Everswinkel gefunden. „Wir können so laut sein wie wir wollen“, sieht Helge-Paul Traue darin einen großen Vorteil. Und: „Wir nutzen den Raum alleine.“ Absprachen mit anderen Bands? Nicht notwendig.

Für die Fahrt zu ihren Auftritten in Münster und der Umgebung haben sich die fünf einen „Band-Bulli“ angeschafft, wie Traue sagt. Sechs bis zehn Auftritte spielt „Orange“ pro Jahr. Für mehr bleibe keine Zeit, sagt Traue: „Es soll ja auch ein Hobby bleiben.“

Die Release-Party wird in der Kneipe „Nordschänke“ gefeiert, mit neuen und alten Songs. Ein Zufall ist das nicht. „Das ist nicht einfach nur eine Kneipe“, sagt Traue. „Das ist unser aller Kneipe.“ In solchen Lokalitäten zu spielen sei außerdem besonders schön: „Die Atmosphäre ist toll, und man ist nahe am Publikum.“ Der Band ist es wichtig, die „guten alten Viertelkneipen“ zu unterstützen, wie Traue sagt. Das Motto sei: „Weg vom Handy, rein in die Kneipe.“

Obwohl viele Aufgaben innerhalb der Band klar verteilt sind, gibt es nicht nur einen Songschreiber: „Das machen wir alle.“ So habe auch beim neuen Album jeder einen ganz eigenen Beitrag geleistet, sagt der Sänger. Gitarrist Thomas Sorig hat aber noch einen ganz anderen Anteil. Er ist hauptberuflich Tontechniker. „Das ist wirklich praktisch“, sagt Traue. Denn so könne Sorig professionelles Equipment zur Verfügung stellen.

Immer, wenn sich die Band zum musizieren trifft, sei das Ziel klar, wie der Sänger sagt: „Der Anspruch ist immer, dass wir ein Album aufnehmen.“ Wie lange es dann aber dauert, sei nicht so wichtig. „Zwischen den Alben liegen immer mehrere Jahre“, so Traue. „Wir haben gar keinen Stress und nehmen uns die Zeit, die wir brauchen.“ Und manchmal gehe es bei den Freunden auch nicht nur um Musik. Das zweit liebste Thema: Fußball.

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