Radtouren-Programm des ADFC
30.350 Kilometer quer durch das Münsterland

Münster -

30.350 Kilometer quer durch das Münsterland: Das hält das Radtouren-Programm des ADFC Kreisverbandes bereit. Auch in Münster gibt es viele Aktionen.

Freitag, 09.03.2018, 08:00 Uhr
Münsters erste Fahrradstraße möchten Matthias Wüstefeld (l.) und Peter Wolter mit Greifzange und Mülltüten sauber machen. Das im Rahmen des Radtouren-Programms des ADFC Münsterland angeboten werden. Foto: f

Wenn Matthias Wüstefeld am 17. März mit seinem Fahrrad loszieht, dann geht es ihm dabei nicht nur um Bewegung. „Wir räumen die erste Fahrradstraße Münsters auf“, sagt Wüstefeld, der sich im Vorstand des ADFC in Münster engagiert. Mit Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken macht er sich auf den Weg, um die Schillerstraße von Unrat zu befreien.

737 Touren durchs Münsterland

Der Frühjahrsputz ist die erste Aktion des ADFC Münster im Rahmen des Radtourenprogramms 2018. Bis Oktober schwingen sich die Tourenleiter dann regelmäßig aufs Rad. Matthias Wüstefeld und Vorstandskollege Peter Wolter haben jetzt das Radtourenprogramm des ADFC im Münsterland vorgestellt. Die Ortsvereine von Ahaus über Gronau, Münster und Steinfurt bis nach Warendorf bieten insgesamt 737 Touren an. „Das macht in der Summe 30 350 Kilometer“, sagt Peter Wolter. 154 Radtourenleiter haben die Angebote erstellt.

Regeln auf Fahrradstraßen

1/8
  • 1 Schild dpa

    Was ist denn eine Fahrradstraße? Mit diesem Schild können viele Verkehrsteilnehmer wenig anfangen. 1997 wurden durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung die Regeln für Fahrradstraßen festgelegt:

    Foto: dpa
  • Als Fahrradstraßen werden Straßen bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen sind.  Sie sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen.

    Foto: Jan Hullmann
  • In Deutschland ist die Nutzung einer solchen Fahrradstraße dem Radverkehr vorbehalten. Radfahrer dürfen hier auch nebeneinander fahren.

    Foto: Michael Grottendieck
  • Soll die Straße auch durch andere Fahrzeuge befahren werden, muss dies durch Zusatzzeichen ausgeschildert sein. So kann zum Beispiel der Autoverkehr für Anlieger oder nur in eine Richtung erlaubt sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße Vorrang vor Autos und anderen Fahrzeugen, welche diese Straße benutzen. Doch dies bedeutet nicht, dass Fahrradfahrer auch an Kreuzungen Vorfahrt haben, hier gilt – sofern nichts anderes ausgeschildert wurde – „rechts vor links“.

    Foto: Jan Hullmann
  • Andere Kraftfahrer müssen sich auf der Fahrradstraße dem Radverkehr anpassen, sodass ein Behinderung oder Gefährdung der Radfahrer vermieden wird. Das gilt insbesondere auch für Überholvorgänge. Dabei muss ein ausreichender Seitenabstand - laut Rechtsprechung mindestens  1,5 Meter - eingehalten werden.

    Foto: Tobias Denne (Archiv)
  • Auf einer Fahrradstraße muss die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen  immer angepasst sein. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen beträgt darüber hinaus immer 30 km/h. Darauf weist auch dieses Schild am Lindberghweg in Münster hin.

    Foto: Stadt Münster (Archiv)
  • Zu den zwölf bestehenden Fahrradstraßen in Münster sollen noch zehn weitere hinzukommen.

    Foto: Martin Kalitschke, Grafik: Jürgen Christ

In diesem Jahr erscheint das Tourenprogramm bereits zum 30. Mal. „Wir haben ganz spartanisch mit einem DIN-A4-Zettel angefangen“, sagt Wolter. Jetzt umfasst das Programmheft 120 Seiten mit Details zu jeder der geführten Touren.

Maitour mit Trinktankstelle

Das erste Highlight in Münster wird laut Matthias Wüstefeld die Maitour, die am 6. Mai startet. „Ziel ist das Gut Kinderhaus“, so Wüste­feld. Die Strecke beträgt 36 Kilometer. „Jeder kann nach seinem Gusto fahren“, erläutert Peter Wolter. Deshalb sei die Tour vor allem für Familien geeignet. Die Strecke werde mit Pfeilen markiert. Start ist um 10 Uhr am Hafenplatz 1. Die traditionelle Maitour erfährt aber auch im 20. Jahr Neues, wie Wolter sagt: „Es gibt eine Trinktankstelle in den Rieselfeldern.“

Sehr beliebt und deshalb auch in diesem Jahr dabei seien die knapp 20 Feierabendtouren in Münster, hinzu kämen etwa ein Dutzend in Hiltrup. „Dabei kann man nach der Arbeit gut abschalten“, findet Wolter. Außerdem gibt es Touren für Pedelec-Fahrer. „Wir bieten auch Testfahrten an“, sagt Wüstefeld. Wer unsicher sei, ob ein Pedelec die richtige Wahl ist, könne in der Geschäftsstelle Probefahrten machen. „Vorab gibt es aber ein Sicherheitstraining“, betont Wüstefeld. Anfahren und Bremsen müsse erst geübt werden.

Geboten werden laut Peter Wolter Touren mit dem Nabu und in die NS-Vergangenheit. Zu jeder Tour ist nicht nur die Länge Kilometern angegeben, sondern auch die Geschwindigkeit, in der etwa gefahren wird. Die Saison wird in Münster mit einem Abschlussfest am 23. September beendet.

Zum Thema

Das Programmheft gibt es in zahlreichen Einrichtungen wie der VHS oder der Radstation oder im Internet: www.adfc-ms.de

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5576605?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
E-Scooter-Verleih bald in Münster
Bald werden auch in Münster E-Scooter unterwegs sein. Sie dürfen die Radwege benutzen – jedoch nicht die Gehwege.
Nachrichten-Ticker