Gesundheitsminister zu Gast beim Neujahrsempfang des Krankenhauses Lüdinghausen
„In Westfalen muss etwas passieren“

Lüdinghausen -

Das Lob dürften die Verantwortlichen gerne gehört haben: Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der St.-Franziskus-Stiftung, betonte beim Neujahrsempfang des St.-Marien-Hospitals: „Lüdinghausen ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Neuausrichtung.“ Daran hat auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der als Gastredner auftrat, seinen Anteil.

Montag, 29.01.2018, 10:00 Uhr
Bürgermeister Richard Borgmann (r.) überraschte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit einem persönlichen LH-Kennzeichen. Foto: Arno Wolf Fischer

Hoher Besuch beim Neujahrsempfang des St.-Marien-Hospitals am Sonntag: Den Gastvortrag im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen hielt der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Bürgermeister Richard Borgmann eröffnete die Veranstaltung und blickte auf die Entwicklung des Krankenhauses zurück. „Mein besonderer Dank gilt all jenen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit und der Nächstenliebe gestellt haben“, lobte Borgmann zunächst die Mitarbeiter, um dann festzustellen: „Auch die modernste medizinische Versorgung macht den menschlichen Dienst nicht entbehrlich.“ Mit Blick auf die Situation des Krankenhauses vor zehn Jahren merkte er an: „Unser St.-Marien-Hospital lag auf der Intensivstation.“ Seitdem ist viel passiert: Die Einrichtung des geriatrischen Zentrums konnte den „damals sehr kranken Patienten“ retten. Eine Entwicklung, für die sich Laumann auch persönlich eingesetzt hatte.

Mit der St.-Franziskus-Stiftung hat das Krankenhaus einen Partner gefunden. Deren Vorstandsmitglied Dr. Daisy Hünefeld erklärte am Sonntag: „Lüdinghausen ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Neuausrichtung. Hier ziehen alle an einem Strang.“

In seiner Gastrede stellte Laumann die aktuelle Situation im Gesundheitswesen sowie Lösungsansätze für strukturelle Probleme und künftige Herausforderungen dar. Probleme sieht er im Mangel an Landärzten und Pflegekräften: „Vor allem in Westfalen muss etwas passieren.“ Der Minister will die Allgemeinmedizin im Hochschulbereich wieder stärker in den Fokus rücken und mit einer „Landarztquote“ die Versorgung im ländlichen Raum besser gewährleisten.

Ein kranker Mensch ist kein Kunde, sondern ein Hilfesuchender.

Karl-Josef Laumann

Gerade in der Pflege sei eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen essenziell, um das Nachwuchsproblem zu lösen. Fachkräftemangel lässt sich „nicht nur durch Zuwanderung lösen“, so der Minister. Weiter betonte er die Bedeutung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen, stellte aber auch klar: „Ein kranker Mensch ist kein Kunde, sondern ein Hilfesuchender.“

Die geplanten Veränderungen im St.-Marien-Hospitals stellte Geschäftsführer Tim Richwien vor. So ist etwa ein mit einer Kapazitätsverdoppelung verbundener Umzug der geriatrischen Tagesklinik geplant.

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