Yvonne Gebauer in der Gesamtschule Mitte
Ministerin auf Unterrichtsbesuch

Münster -

NRW-Schulkministerin Yvonne Gebauer findet es gut, wenn Kinder in der Schule das Lernen lernen. In der 5a der Gesamtschule Mitte studierte sie, wie das geht.

Freitag, 26.01.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.01.2018, 19:30 Uhr
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (stehend, r.) verfolgte den Unterricht in der Gesamtschule Mitte. Foto: Oliver Werner

Freitagmittag in der 5a der Gesamtschule Münster-Mitte: Die zwei Jungs vorne werfen Sachen über den Tisch. „Das hier ist Unterricht“, sagt Sandrine ebenso knapp wie souverän, Sandrine, ebenso Fünfklässlerin, wie die beiden Jungs sitzt vorn auf dem Lehrerstuhl und macht ihre Sache richtig gut. Das sieht auch Yvonne Gebauer so, die am Fenster des Klassenzimmers lehnt und der 5 a bei ihrer Schulstunde namens „Lernbüro“ zusieht.

Die NRW-Schulministerin informiert sich an diesem Tag in Münster über Ganztagsunterricht – und hat sich nach einem Austausch mit der „Serviceagentur ganztägig lernen“ des Instituts für soziale Arbeit (ISA) in Münster in der Gesamtschule Mitte angesagt.

Im Unterricht der 5a erlebt sie mit, wie die Kinder selbstständig, je nach individueller Schwerpunktsetzung in Deutsch, Mathematik oder Englisch arbeiten und hinterher gemeinsam mit der Gruppe ihre Lernleistung einschätzen. Den Rollentausch mit den beiden Klassenlehrern Kristina Brauch und Bernd Schwertheim gibt es normalerweise aber nicht. Sandrine probt beim Ministerinnenbesuch ihren Auftritt schon mal für den heutigen Samstag. Da präsentiert die 5a ihren Unterricht auch beim Tag der offenen Tür.

Wie die Kinder hier „selbstständig das Lernen lernen und ebenfalls, die eigene Leistung fair einzuschätzen“ das gefällt Yvonne Gebauer sehr, wie sie nachher sagt. Doch bevor die Stunde endet, wollen die Kinder noch einiges über das Ministerinnendasein wissen. Die Jungen interessiert vor allem der Dienstwagen, ein A 8. „ Er war schon da, als ins Amt kam“, rechtfertigt Gebauer das ehrfürchtige Geraune.

In der in Eigenregie von einem Förderverein betrieben Schulmensa betont die Ministerin noch, dass der Landesregierung an der guten Ausstattung des Ganztagsunterrichts gelegen sei und verweist darauf, dass ab dem kommenden Schuljahr 8000 zusätzliche Plätze im „Offenen Ganztag“ gefördert würden. „Wir hoffen damit, die Wünsche aller Eltern zu befriedigen“, so Gebauer.

 

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